Animate dead Laptops?


Gerade eben ist mal wieder der Wurm drin, insebesondere weil mir gestern (passend  zu Weihnachten) mein Laptop in Ruhestand gegangen ist. Was sollte das nun wieder?  Ein Autor ohne Schreibgerät? Das geht gar nicht *grrr*
Raise dead Laptops? Der Zauber stand leider nicht in der Necromanten-Zauberliste  meines Magiers Lysander.
Noch mieser ist, dass ich derzeit täglich ins Netz muss, um zu koordinieren wie es  mit dem Nachlass meiner verstorbenen Tante weiter geht. Wäre ich zu Hause, könnte  ich zumindest versuchen meinen Miditower-Rentner wieder zur Arbeit überreden und  darauf hoffen dass der alte P4 ausreichend Leistung in den müden Dioden hat, um  noch mit meiner DSL6000der-Leitung klar zu kommen.
Aber ich bin ab morgen nicht in meinen eigenen vier Wänden, soll heißen Plan B –  meinen Laptop zur Reparatur schleifen und das Netbook kaufen, was ich eigentlich  erst in einigen Monaten besorgen wollte, tritt in Kraft.
Das zum Thema Kohle zusammenhalten.
Und Tatsache- ich habe einen neuen Rechner, einen Winzling, der günstig war und leicht ist. Allerdings muss ich erst mal mit Windows 8 klarkommen. Bisher hatte ich Vista.
Willkommen in der schönen, bunten Welt von Bill Gates. Kann es zu Weihnachten denn noch schöner werden?
Trotz allem: euch allen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
Advertisements

Buchtrailer zu „Der Rebell“, dies und das …


Hallo zusammen,

in der letzten Zeit habe ich eher Funkstille gehalten, was nicht zuletzt an meinem Urlaub und der Arbeit lag, unter anderem vieler Zeichenarbeiten (mit denen ich noch immer im Rückstand bin).  Leider hat auch die XTME-Aktion nur wenig gebracht und ich habe eine Weile in den sprichwörtlichen Seilen gehangen. Dafür hat mich die eigentlich sehr erfolgreiche und sehr geniale Lesung auf der YaYuCo in Dachau wieder aufgebaut. Am Samstag den 09.11. durfte ich auf der Con lesen, direkt nach Martin Skerhut, einem wirklich genialen Gay-Autor. Ihr solltet euch mal seine Homepage ansehen und – wenn ihr könnt – eine seiner Lesungen besuchen. Genial 🙂

Weniger schön waren die Arbeiten in der Wohnung meiner verstorbenen Tante. Es ist kein schönes Gefühl, andererseits reist man in die Vergangenheit.

Weswegen ich eigentlich das alles tippsele, Bookshouse hat nun den Trailer zu „Der Rebell“ veröffentlicht. Ihr wisst sicher noch, um was es geht …?

Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben die schlimmste Nacht ihres Lebens. Ihr Vater ermordet Mutter und weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue.
Doch Oliver und seine Brüder wollen nicht daran glauben, insbesondere als auf Christian ein Anschlag verübt wird.
Fassungslos über die Tat und die Inaktivität der Polizei, suchen sie auf eigene Faust nach der Wahrheit und stoßen auf einen unheimlichen Gegner. Lediglich der unerfahrene Kommissar Daniel Kuhn steht ihnen bei.

Zur selben Zeit werden mehrere Tote im Haus des einzigen noch lebenden Verwandten entdeckt. Die Leichen liegen bereits seit 70 Jahre dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber Olivers Neugier ist unstillbar. Er glaubt nicht an Zufälle und findet die Gemeinsamkeiten in beiden Fällen.
Doch ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen.

http://www.youtube.com/watch?v=jhYhxT8jiIw

Sagt mir, was ihr davon haltet. Gefällt er euch? Macht er euch neugierig?

Btw, ich habe zu diesem Buch auch ein paar wirklich schöne Rezis bekommen. Ein besonders tolles Review stammt von Sabine Creutz/ Daisyandbooks. Ein weiteres sehr schönes stammt aus Sandras Feder – Hier. Kathrin hat auch eine sehr schöne Rezi geschrieben. Genauso toll war Kittys – Hier.

Okay, seeeeeehr viele Infos 🙂 Dann viel Spaß (auch beim Stöbern auf den Blogs von Kitty, Sabine und Sandra).

Im Übrigen findet diesen Samstag auf der DreieichCon (einer der berühmtesten und berüchtigtsten Rollenspiel Cons nah Offenbach/ Hessen) eine Reihe von Lesungen statt. Tom Daut, Torsten Low, Juliane Seidel Laura Jane Arnold, André Wiesler, Tom Finn, Bernhard Hennen, Karl-Heinz Witzko, Monika Thamm, Wolfgang Hohlbein und ich sind dabei, alle am Samstag. Hier das Programm.

Meine Lesung beginnt – passend zum Horrorthema – erst um 22:00 h und geht bis 23:00 h. Ich lese im Raum C2. Mehr dazu findet ihr hier. Jule und ich sind aber beide Tage auch als Illustratoren da. Wer uns also treffen will … hier ist eure Chance 🙂

Ganz liebe Grüße

Tanja

Interview mit 11 Fragen von Cecil Dewi :)


Hallo zusammen,

Cecil Dewi, eine wirklich sehr sehr gute Erotik- und Fantasy-Autorin im Bereich Gay, hatte mir ein wirklich tolles Interview für mich zusammengestellt und Fragen zugeschickt. Hier nun die Fragen und Antworten 🙂

11 Fragen – Interview

1. Fangen wir einfach an: Seit wann schreibst Du und was hat Dich zum Schreiben gebracht?

Hehehe, diese Frage liebe ich 😀
Genaugenommen kam ich durch meine gnadenlose Unzufriedenheit mit dem Ausgang der typischen Kinderkrimi-Hörspiele und Bücher dazu, besonders weil ich damals bereits im Wechsel Die drei ???, Fünf Freunde und die Edgar Wallace- Gruselkrimis gelesen/ gehört habe. Natürlich lief Wallace mit seinen Sachen den Kinderbüchern locker den Rang ab. Wie auch anders … Damit begann meine Sehnsucht nach eigenen Geschichten, die immer etwas anders waren als das, was man sonst zu Lesen bekam.
Damals war ich acht und ein ziemlicher Freak.

2. Welche Deiner Geschichten ist Dir am nächsten und warum?

Alle „Schattengrenzen“-Bücher, die sich um Oliver drehen (Der Rebell, Fluchbeladen, Hilflos, etc. auch die Kurzgeschichten Die Nacht in mir und Eisnacht).
Der Punk basiert auf einem meiner damals sehr guten, engen Freunde, hat aber bald ziemliches Eigenleben entwickelt. Viele Züge hat er von meinem Kumpel Olli den ich mit 22 das letzte Mal gesehen habe. So habe ich meinen alten Freund irgendwie immer um mich J
Alle anderen Punkte in den Geschichten sind meine Art die unheimlichen Erlebnisse, alles Bedrohliche und natürlich meine Träume mitzuverarbeiten.

3. Bei John Irving sind es unter anderem Bären, starke Frauen und homoerotische Beziehungen, die als Motive immer wieder in seinen Geschichten auftauchen. Gibt es auch in Deinen Geschichten Themen oder Motive, die wiederkehren? Wenn ja, welche und warum?

Kriminalfälle, Geistererscheinungen, Unheimliches, Bauwerke, Geschichte, Autos.
Kriminalfälle deshalb, weil ich Polizistin werden wollte. Leider war ich für den Streifendienst zu klein. Als mein Bekannter, ehemals erster Hauptkommissar in Berlin, mir sagte, dass der gehobene Dienst sich nicht mehr an der Größe festmacht, war ich ziemlich geknickt. Klar, heute ist der Kommissar ein FH-Studium. 1990 habe ich mir darüber weitaus zu wenige Infos eingefangen – und das in der Stadt des BKA … blöd gelaufen.
Geistererscheinungen kennt nahezu jeder. Unerklärliches passiert nahezu täglich. Viele nehmen es weder ernst, noch beachten sie die Ereignisse näher. Ich kann einfach nicht anders als das, was ich erlebe, in meinen Büchern einzubauen.
Bauwerke – ganz einfach, ich bin ein gelernter Bauzeichner. Der Hang zu Bauwerken ist einfach immer vorhanden. In meiner Lehre habe ich Altbausanierung/ Bestand gemacht. Das ist etwas, wovon ich bis in alle Romane zehre.
Geschichte ist auch so ein Ding, mein Steckenpferd. Da viele Bücher direkt in Wiesbaden spielen, fliest immer etwas Stadtgeschichte mit ein.
Mein zweiter Berufswunsch (abhängig von der Serie „Auf Achse“) war Berufsfahrer. Das habe ich vier Jahre durchgezogen. Ich bin ein ziemlich guter Fahrer und hatte auch mit meinem 40-to-Schein angefangen.

4. Bist Du ein „Stiller Brüter“ oder ein Schreiberling, der seinen Plot in die Welt hinausträgt und mit vielen Menschen diskutieren muss?

Hehehe, meistens brüte ich im Alleingang, denn in vielen Fällen ist es wichtig, dass noch viele einzelne Punkte recherchiert werden müssen, um dem Konzept Stabilität und Statik zu verleihen. Einmal im Jahr verschätzt, eine falsche Erinnerung, können verhängnisvoll sein. Deswegen halte ich mich auch zumeist nur so lang an das Exposé, so lang es logisch ist. Wenn ich gegen die Konsistenz in Geschichte oder Handlung der Personen gehe, ist der Roman nichts mehr wert.

5. Hat Dein eigenes Schreiben Deine Sicht auf die Werke anderer Autoren verändert? Wenn ja, wie?

Ja, durch mehrere harte Lektoren und viel eingetrichterte Grundregeln habe ich eine sehr kritische Sicht, insbesondere was die Logik in den Büchern angeht. Schlecht Logik, mangelhafte Recherche – beides fällt für mich unter K.O.-Kriterium.
Die Form einer Geschichte, insbesondere wenn sie im typischen Fanfiction-Stil verfasst ist, geht gar nicht an mich. Der Rothaarige, der Blauhaarige … Nein, das geht gar nicht.

6. Wie weit schaffst Du es, Dich von Deiner eigenen Geschichte „abzunabeln“, wenn sie fertig ist? Schaffst Du es beispielsweise, eine fertige Geschichte zu lesen, als sei sie von jemand anderem geschrieben worden?
Oder anders gefragt: Hört die Arbeit an den eigenen Geschichten für Dich je auf?

Die Arbeit würde erst dann aufhören, wenn ich brillant wäre – da das unmöglich ist (vollkommen unmöglich), bin ich nie zu 100 % zufrieden und würde selbst die gedruckten Bücher teilweise gern noch ändern (auch das, was mir vom Lektorat diktiert wurde).
Da ich oft (wegen der Kontinuität der Reihen in den alten Sachen nach Details suchen muss, die wieder zum Tragen kommen, überlese ich Passagen und bin unglücklich weil sie nicht besser sind.

7. Welche Rolle spielt für Dich das Feedback Deiner Leser? Sehnst Du Kritiken herbei? Hast Du Angst davor?

Kritik kann konstruktiv sein, vernachlässigbar oder sinnlos. Es kommt auf den an, der die Kritik schreibt und wie fundiert diese Person an alles heran tritt. Bei einigen Kritiken konnte ich nur mit dem Kopf nicken und zustimmen, besonders wenn es um die Passagen ging, die ich von Verlagsseite streichen musste, die aber erklärend gewesen wären. Es ist ungut, wenn zum Seiten sparen gestrichen wird. Manchmal macht es etwas Logisches unlogisch – Schlimmer wird es, wenn das auffällt. Aber ich habe in dem Punkt volles Verständnis.
Kritik an dem Charakter der Protagonisten kann hilfreich sein, aber generell gibt es für die Charaktere reale Vorlagen. Das würde bedeuten diese Menschen zu kritisieren. Grenzwertig.
Rezis in der Richtung „Scheiße weil zu viel Inhalt“ gehen nicht. Man sollte nachdenken und mitdenken, wenn man liest. Einfach berieseln lassen bedeutet, sich von der Flimmerkiste einsalben zu lassen.
Was ich absolut okay finde, wenn jemand sagt: ich rezensiere nicht, weil ich gemerkt habe dass es nicht mein Genre ist.
Jeder sollte sich selbst treu sein und wissen, was er mag, von daher finde ich solche Aussagen auch sehr gut.

8. Welches war das schönste Feedback, dass Du je von einem Leser bekommen hast?

Oh, da gab es einige. Daisyland-Books und Thrillerwelt, Beates Lovely Books, etc. Die schönsten Rezis stammen von diesen Bloggerinnen.
http://daisyandbooks.wordpress.com/2013/08/27/buchtipp-glasseelen-von-tanja-meurer/
http://beatelovelybooks.blogspot.de/2013/01/rezension-tanja-meurer-glasseelen-1.html
http://steffischaaf.wordpress.com/2013/09/16/rezension-tanja-meurer-glasseelen/

9. Wie beurteilst Du die Vernetzung mit anderen Autoren: Wertvoller Gedankenaustausch, Klüngelei oder am Ende gar Autoren-Hickhack?

Zumeist ist es vom Austausch her sehr hilfreich viel Kontakt zu anderen Autoren zu halten.
Die Zusammenkünfte beginnen dann zu kränkeln, wenn ein einzelner Autor nur noch um seinen eigenen Ruhm zu zirkeln beginnt und sich langsam in Wolkengebilden verliert.
Generell sind die wenigsten Autoren so. Viele sind hilfsbereit und geniale Menschen.
Viele Freunde von mir schreiben – auch hauptberuflich. Das zentrale Thema sind aber selten sind Bücher, viel eher reden wir über alles andere. Es gibt schließlich auch ein Leben vor und nach dem Schreiben 😉

10. Self-Publishing oder Publizieren beim Verlag: Was möchtest du lieber machen und warum?

Zweiteres. Es ist nicht nur seriöser, der Lektor und der Korrektor werden gleich mitgeliefert 😉 Davon abgesehen übernimmt der Verlag einen Teil der Werbung, pusht und sorgt dafür, dass man am Ball bleibt. Mir ist auch der Austausch mit meinen Verlegern sehr wichtig. Einerseits man erhält sehr viele wichtige Hinweise und Hilfestellungen, andererseits hat man immer einen Ansprechpartner und einen Dämpfer mit Realitätssinn, wenn man bereits wieder mit dem Kopf in den Wolken hängt.
Selfpublishing ist nicht schlecht – ganz in Gegenteil. Es gibt sehr viele richtig gute Autoren, allerdings gibt es noch mehr Autoren, die sehr grenzwertig arbeiten. Mir hilft ein guter Lektor auf dem Boden zu bleiben und die letzten Logiklücken auszubügeln. Das geht den Selbstverlegern meistens ab.
Trotzdem würde ich auch den Weg ausprobieren, schon um auch meine anderen Projekte an den Mann/ die Frau zu bringen.

11. Zum Abschluss ein klein wenig Kreativität, bitte! 😉 … In maximal 5 Sätzen: Was passiert zwischen den Buchdeckeln Deiner liebsten Geschichte,wenn das Buch geschlossen ist?

Hehehe, es geht leider in Band drei nahtlos über. Aber so viel zu dem, was dann passiert: Oliver gerät an einen Gegner mit dessen Irrsinn er nicht gerechnet hätte. Dieser Mann nutzt jeden in seinem Umfeld aus, um seine Ziele zu erreichen. Dabei geht er sogar so weit, seinen Sohn einzuspannen, einen zehnjährigen Jungen. Er benutzt ihn, um Olivers Besitz, den er schützen muss, auszuliefern.
Vielen Dank an Cecil Dewi und ihre endlose Geduld mit mir 😉
Ich bin nun wirklich die letzte Autorin, die das Interview ausfüllt.
Sorry.

So, nun zu meinen Opfern – die nicht alle aus dem Gay-Genre sind:

  1. Angelika Murasaki
  2. Marty Tolstoi (um auch mal einen Mann dabei zu haben)
  3. Jules Dankert
  4. Nadine Kühnemann
  5. Ann Merit Blum
  6. Jane Luc

1. Welches Genre bedienst Du und was reizt Dich an dem zentralen Thema Deiner Romane?

2. Wie wichtig ist Dir der emotionale Teil Deiner Romane, soll heißen der Bereich Romantik, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und inwieweit teil es sich zum Inhalt des Buches auf? Oder ist dieser Bereich für Dich eher unwichtig?

3. Was ist Dir besonders wichtig in einem Buch ? Worauf legst Du besonderen Wert?

4. Musst Du viel recherchieren? Wie intensiv sind Deine Vorarbeiten zu einem Roman?

5. Was inspiriert Dich besonders? Sind es Dinge, die Du in Deiner Umwelt beobachtest, Wortfetzen, Melodien, Liedtexte, Bilder, andere Geschichten, Rollenspiel, eigene Erlebnisse, geschichtliche Themen oder etwas anderes, für Dich ganz Spezielles?

6. Welche Charaktere faszinieren Dich am meisten? Erscheinen sie in abgewandelter Form in Deinen Büchern immer wieder?

7. Arbeitest Du fiktive Welten aus? Wenn ja, wie bildlich werden sie für Dich? Gehst Du in die Details von Politik, Religion und unterschiedlichen Rassen, oder endet Deine Planung eher an der vagen Topographie und und den Klimazonen?

8. Wenn Deine Bücher in der realen Welt spielen, wo siedelst Du sie besonders gern an? Wenn es nicht unbedingt Deine Heimatgegend oder die Stadt ist, in der Du lebst, besuchst Du diese Orte, um sie zu beschreiben?

9. Was liest Du selbst am liebsten? Was beeinflusst Dich und wie wichtig ist Dir der Erzählstil gegenüber dem Inhalt? Liebst Du dichte Beschreibungen oder knapp gehaltene Texte, um den Inhalt voranzutreiben?

10. Wie wichtig ist Dir das Feedback anderer, Reviews, Kommentare, und Rezensionen? Fürchtest Du sie oder nimmst Du sie als Anreiz härter zu arbeiten?

11. Wie viel Zeit steckst Du in Deine Bücher? Wie kommen Deine Freunde und Deine Familie damit klar und wie ist das Feedback aus diesem engen, sehr persönlichen Kreis?

Also ihr Lieben – ran an die Arbeit 😀

Liebe Grüße

Tanja

Spiegelträume – Lesung zugunsten einer Elterninitiative krebskranker Kinder


Hier ein bisschen Werbung für unsere Lesung:

3 Autorinnen entführen in die Welt der Fantasy-Literatur.
Ein unterhaltsamer Abend bei Essen, Trinken und Musik, dazu lesen die Fantasy-Autorinnen Juliane Seidel, Lynn Carver und Tanja Meuer lesen aus ihren aktuellen Romanen.

Juliane Seidel: http://www.bookshouse.de/buecher/Die_lebenden_Traeume___Assjah/

Lynn Carver: http://www.bookshouse.de/buecher/Der_Zauberspiegel___Goryydon/

Tanja Meurer: http://www.bookshouse.de/buecher/Glasseelen___Schattengrenzen/
Die Eintrittsgelder gehen komplett an die Elterninitiative krebskranke Kinder – Lichtblicke e.V.

Bitte aufgrund begrenzter Plätze Voranmeldung im Restaurant. 0821-65039-41 od. reservierung@restaurant-edelweiss.eu
Eintritt 10,- / exkl. Getränke und Speisen

Hier auch die HP des Restaurants Edelweiß: http://www.restaurant-edelweiss.eu/

Fotocard4Fotocard

Hier also auch der Flyer, erstellt von einer lieben Freundin Ivys 🙂 Darauf findet ihr ein paar Infos zu Juliane, Ivy und mir.

All das ist für einen guten Zweck, mit dem ich zurzeit ein recht persönliches Erlebnis verbinde. Eine Freundin von mir hat gerade erst vor einem Monat ihre Nichte verloren. Das kleine Mädchen war 2 1/2 Jahre alt und hatte einen schnell wachsenden, verheerenden Gehirntumor. Nach OPs und Lähmung der Kleinen, wurden Bestrahlungen verordnet. All die Mühen halfen nicht mehr. Es stand fest, dass die Kleine nicht überleben würde. Es war nicht nur für die Eltern und die beiden älteren Geschwister ein herber Schlag. Meine Freundin, ihre Eltern, eigentlich jeden im Umfeld der Familie, wurde durch den Tod schwer erschüttert. Ich bin der Meinung, dass allein deswegen jeder Cent, der in die Unterstützung für die Krebsforschung, die Elterninitiativen und all das, was sich damit befasst, gut investiertes Geld ist. Allein deswegen habe ich mehr als nur eine geringe Verbindung zu dieser Veranstaltung.

Infos zu mir


Hier erst mal das, was ohnehin Standard ist und auf allen Seiten zu finden sein sollte:

Tanja Meurer, geboren 1973, in Wiesbaden, ist gelernte Bauzeichnerin aus dem Hochbau und arbeitet seit 2001 in bauverwandten Berufen und ist seit 2004 bei einem französischen Großkonzern als Dokumentationsassistenz beschäftigt. Nebenberuflich arbeitet sie als Autor und Illustrator für verschiedene Verlage.

Tanja Meurer über sich selbst:

Als Tochter einer Graphikerin und Malerin blieb es nicht aus, dass ich schon sehr früh mit Kunst in Berührung kam, weshalb ich auch seit 1997 nebenberuflich als Illustratorin arbeite.
Seit meiner Kinderzeit schreibe ich auch. Mit 8 Jahren kamen die ersten – zugegeben sehr lächerlichen – Krimis zustande. Während der Schulzeit habe ich das erste Mal eine Geschichte für den Verkauf in der Schule auf PC geschrieben.
1997 kam die erste Kurzgeschichte in einem Fantasy-Magazin heraus und vier Jahre später weitere.
2007, 2009, 2010 und 2011 gewann ich sechs Ausschreibungen, wobei die Kurzgeschichten und -Romane bei Kleinverlagen erschienen.
2013 kam mein Debut-Roman „Glasseelen“ aus der Mystery-Reihe „Schattengrenzen“ heraus.
Besonders liebe ich die Genre Myster, Steampunk, Horror und Fantasy, die sich in all meinen Büchern wiederfinden.

Auf der Verlagsseite von Bookshouse gibt es auch noch ein paar Infos: http://www.bookshouse.de/autoren/Tanja_Meurer/

Das klingt nur alles immer so wahnsinnig steif und irgendwie falsch. Dass die Familie meiner Mutter extrem künstlerisch begabt war,  geht daraus nicht wirklich hervor, auch nicht, dass ich von all den ganzen Talenten nur das Schreiben und Zeichnen geerbt habe. Der größere Teil der Familie war musikalisch begabt. Gesang, Instrumente, Kompositionen (alle klassisch, versteht sich) und Tanz. Von diesen Talenten habe ich rein gar nichts geerbt. Mein Rhythmusgefühl ist nicht der Renner, singen und musizieren kann ich erst recht nicht. Da es in meiner Familie Pflicht war, mindestens einen Versuch mit einem Instrument zu starten, war ich mit einer Blockflöte (ich weiß, wie öde) zugange. Drei Jahre Musikschule haben mir die Noten nicht in den Kopf und die Melodie nicht sauber vom Blatt auf Finger und Atem übertragen können. Der zweite Versuch meines Großvaters, mich an ein Klavier zu gewöhnen, ging noch gründlicher schief. Er gab es nach dem ersten Versuch auf – hoffnungsloser Fall eben.

Wie erwähnt war studierte meine Mutter Mode- und Werbegrafik. Das war irgendwann 1953. Auch wenn sie nicht wirklich den Drang besaß, etwas aus ihren nicht unerheblichen Fähigkeiten zu machen, begeistern ihre Zeichnungen, Illustrationen, colorierten Stiche und Gemälde die Leute. Sie hätte mit ihrem Talent wirklich etwas bewegen können … zumindest diese Fähigkeit ist bei mir hängen geblieben. Ich zeichne seit ich zehn bin. Wirklich ernsthaft verfolge ich meine „Kariere“ als Illustratorin aber erst seit 1997. Damals besuchte ich in Mainz eine Computerfachschule und lernte eine juge Frau kennen, deren Mann Kinderbuchautor war. Das war der Anfang 🙂

Mit dem Schreiben sah es ein bisschen anders aus. Ich habe tatsächlich mit acht angefangen. Damals war ich ein großer Fan von den Drei ???, Die fünf Freunde, Rätsel um …, Geheimnis um …, natürlich alles als MCs (voll Rethro), klar, aber in den beginnenden 80ern waren CDs noch ein absoluter Entwicklertraum. Weil mir die Auflösungen der Geschichten nicht gefielen oder zu langweilig waren, habe ich meine eigenen Ideen zu Papier gebracht. Klar, damals stand ich voll und ganz auf Edgar Wallace (nein, nicht nur die Filme, sondern die hübschen, roten Goldmann-Krimis). Dagegen verloren alle Kinderkrimis. Aber dieser Gedanke war der Auslöser. Dass ich dann 1989 mit meiner Freundin Anja Tage in der Schulbibliothek verbrachte, um binnen kürzester (Schenkelklopfer) Zeit (3 Wochen) eine Geschichte von Handschriftlichen 100 Seiten (oder so) in DOS niederzuschreiben, glaubt mir heute auch keiner mehr. Drei Wochen für ganz wenig Seiten *grusel* Anja und ich konnten aber kaum mit der Kiste umgehen. Sie hatte zumindest mit ihrem Schreibmaschinenkurs angefangen und ich? War Kilometer von meinem ersten PC entfernt. Aber wir haben es gemeinsam gepackt (und unsere beiden armen Bibliothekarinnen mehrfach in vollständige Verzweiflung getrieben, als wir einfach mal die falschen DOS-Eingabebefehle eintippten …). Tatsächlich würde unser „Produkt“ dann auch an der Schule verkauft, einfach ausgedruckt, x-fach kopiert und an der oberen, linken Ecke getackert. Die Diskette von damals habe ich noch immer. Keiner meiner Rechner kann den Kaffeeuntersetzer lesen, aber es ist bis heute schön, diese 5 1/4 Zoll-Disc anzusehen.

Meinen ersten Auftritt hatte ich – wie so viele andere Autoren aus dem Fantasy-Bereich – bei Christel Schejas „Legendensänger“. Bilder, Illus und echter Slash. Gruselig, aber dennoch cool. Ich b in Chris und Angelika, die den Kontakt herstellte, bis heute dankbar. Tolle Frauen, alle beide 🙂 Das war auch der Anfang in dem Fan-Mix aus Pen&Paper-Rollenspielen und meiner Schreiberei. Daraus entstand Night’s End. Lang ist es her (1994). Später wechselte der Fokus wieder mehr zu der unheimlichen Richtung, Mystery, Horror, Thriller, etc. Auffällig dabei – viele meiner Protagonisten sind schwul. Das hat sich bis heute gehalten, weswegen bei Schattengrenzen II der Protagonist Oliver ebenfalls schwul ist. Seit ich mit meiner Freundin und Lebensgefährtin Juliane zusammenarbeite, hat sich viel geändert. Wir helfen uns gegenseitig, entwickelten ab 2002 gemeinsam Comic-Plots, zeichneten sie, arbeiteten an gemeinsamen Buchideen, etc. Heute geht es bei uns mit den Arbeiten weit auseinander. Sie schreibt Kinder-Fantasy, ich Horror, Mystery, Thriller, Gay, Steampunk, etc. Aber es ist noch immer so, dass wir einander helfen und vieles gemeinsam durchdenken.

So, das waren sehr viele Infos zu Familie und Nebenjobs. Die realen Jobs gingen sehr durcheinander. Ich bin gelernter Bauzeichner aus dem Hochbau, seit Jahren schon nicht mehr in dem Job (seit 1997), einfach weil ich den Anschluss an das Zeichnen am PC verpeilt habe. Gelernt? Klar, habe ich das (in Mainz, wie erwähnt), aber durch die Bauflaute bekam ich darin keinen Job mehr und wurde Fahrer (PKWs, Transporter, LKWs). Den Kurier- und Speditionsquatsch habe ich bis 2001 durchgezogen (mit Unterbrechungen im Büro, 2000). Dank Zeitarbeitsfirmen habe ich ziemlich viele Büros von innen gesehen und konnte ab 2001 für vier Jahre auf einer Baustelle als Projekt-Assistenz arbeiten. Danach ging es wieder auf und ab, aber nur kurz, denn seit Ende 2004 bin ich wieder im Baubereich als Dokumentationsassistenz eingesetzt. Mal schauen, wie lang das noch anhält. In der Summe habe ich zwischen 1991 und 2013 ziemlich viele Jobs gehabt, viele Chefs und unterschiedlichste Aufgaben. Beim Schreiben verfolgt mich genau das. Jemand aus dem Bauwesen ist immer dabei, eine Autoszene kommt auch immer … und vor allem geht es oft um Polizeiarbeit – das war mein ganz großer Traum – Kriminalpolizei. Heute bin ich Baufachidiot und Punk.

So weit erst mal 🙂