Die Seelenlosen


Wie ihr wisst, habe ich die letzten zwei Jahre stark an dem Gay-Steamfantasy-Krimi „Die blaue Phiole“ gearbeitet. Nachdem ich das 1.400 Seiten starke Manuskript zum ersten Lektorat bei Kira (Incubus Verlag) eingereicht hatte, war eine der ersten Amtshandlungen den Titel zu ändern und das Buch in zwei Hälften zu teilen. Jetzt heißt der Beginn „Die Seelenlosen“ und die Reihe als solche „Die Stadt der Maschinenmagie“.

Am Freitag, den 29.01. hatten Kira und ich das zweite Lektorat beendet, damit das Buch gesetzt werden konnte. Zusammengekommen sind für den ersten Band knapp 700 Seiten. Das Pre-Cover kenne ich schon 🙂 Allerdings will ich es hier und jetzt noch nicht veröffentlichen, schließlich ist es nicht der endgültige Stand. Aber der Klappentext steht:

Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin – ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung – ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt.
Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf – und bringt sein eigenes Leben in Gefahr.
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist.

Ein Roman aus einer fantastischen Welt, die die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Moderne wagt. Umgeben von dampfbetriebenen Maschinen, mächtigen Magiern und einem undurchsichtigen Stadtoberhaupt muss Gwenael sich fragen, wem er trauen kann, wer seine Freunde sind, wer ihn liebt und welche düsteren Geheimnisse die Villa seiner Familie birgt.

Für all die, denen mein „Night’s End – Der Wiedergänger“ oder das alte „Interdependenz“ (auch unter „Die schweigende Lilie“ veröffentlicht) noch etwas sagt, so viel zu „Die Seelenlosen“:
Auch hier sind wie wieder auf Äos, allerdings 250 Jahre nach dem Krieg. Wohl bekannte Charaktere wie Luca-Seraphin Veraldis (Lysander), Aycolén Amaro, Sisikazev Viz Cyan und Prinz Mesalla spielen auch in „Die Stadt der Maschinenmagie“ eine nicht unerhebliche Rolle. Ihr könnt euch also auf ein Wiedersehen mit alten Freunden freuen, auch wenn ganz klar Gwenael Chabod, Orin Noac R’Coan, Jaleel, und Co. im Vordergrund stehen.

Die Veröffentlichung ist für die Leipziger Buchmesse geplant. Am Stand des Incubus Verlages könnt ihr das Buch kaufen. Das Cover hat nicht die typischen und üblichen Atribute eines Gay-Fanatsys, also keine „Flying Torsos“, kuschenlden Kerle oder irgendetwas anderes romantisches. Auf jeden Fall findet sich recht prominent ein Bild diesen netten Kerlchens wieder, auch wenn die Maschine nicht Rudolf heißt 😉
Erfinder und Mechaniker Toni, nebst Rudolf finden sich in dem Roman wieder, wenn auch unter anderem Namen (Toni war mein Ideengeber mit seinem Dampfrattz). Sobald ich das Cover habe und veröffentlichen darf, erfahrt ihr mehr, auch über Toni und seine Metallskulpturenmanufaktur Ars Vaporis 🙂

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Die blaue Phiole

Karte Äos

Seit dem letzten Wochenende ist mein schwuler Steam-Fantasy-Krimi „Die blaue Phiole“ beim Incubus-Verlag und wartet auf sein Lektorat.
Es wird in dem Buchprojekt noch einige kleine Änderungen geben, wie es aussieht. Wegen des Umfangs wird der Roman in jedem Fall geteilt und – wie es aussieht – geht er auch weiter. Die Phiole als solches hat 1.392 Seiten. Mehr will ich aber erst mal nicht verraten.
Allerdings hat die Arbeit daran sehr großen Spaß gemacht; nicht nur weil mir die Charaktere alle ans Herz gewachsen sind. Das passiert mir bei jedem Buch. Protagonisten, Antagonisten, Nebencharaktere – vollkommen gleich, ich mag sie irgendwie alle, jede/ jeden auf ihre/ seine Art.
Die Recherche war interessant, das neue Kennenlernen einzelner Stadtviertel von Valvermont, das Leben mit Zeitungen, Soldaten, die auch Kriminologen sein müssen, Mechanikern, Dampf-Tieren, Magie, Realismus und fremden Rassen. Die Stadt war schon immer ausufernd und komplex. nun hat sie noch mehr Leben bekommen und ich habe mir überlegt (da etliche Straßen und Plätze Namen bekommen haben, auch noch eine Stadtkarte anzufertigen. Die Weltkarte von Äos muss ich definitiv auch noch mal anfassen (und neu zeichnen). Das Glossar ist ebenfalls umfangreich geworden und (auch wenn mein Französisch zu Schulzeiten grottig war) die Stadt Valvermont hat wieder viele französische Ansätze. Aber mehr dazu in den nächsten Postings 🙂

Steampunk und Steamfantasy


Hallo zusammen,

nachdem ich mich wirklich rar gemacht habe, melde ich mich nun mit ein paar einzelnen Info zu meinen nächsten Büchern.

Die Steampunk-Novelle „Raunacht“ ist aus dem Lektorat  zurückgekommen und ich ackere mich gerade durch die erste Geschichte um Madame Zaida und Anabelle Talleyrand. Sie wird in jedem Fall dieses Jahr noch bei dem Weltenschmiede-Verlag erscheinen. Momentan freue ich mich unheimlich darauf, besonders weil ich nun auch noch mal die Chance habe das ganze Buch erheblich lebendiger zu gestalten.

„Raunacht“ ist das erste von mehreren Steampunk-Krimis mit  stark unheimlichem Einschlag. Die Abenteuer um Anabelle, Zaida und Co. spielen alle im London der 1870er.  Die Besonderheit dabei ist, dass Anabelle eine Maschine ist, Zaida eine Angolanerin und die beiden Damen mehr verbindet als reine Freundschaft.

Anabelle Talleyrand

Anabelle Talleyrand

Madame Zaida

Madame Zaida

Die Nacht der Schwäne

Anabelle und Zaida

 

 

 

 

Wann genau die erste Novelle erscheint, steht noch nicht fest, nur dass es als eBook im lauf diesen Jahres sein wird. Freut euch also auf zwei ungewöhnliche Detektivinen.

Nun zu „Die blaue Phiole“. Der Steamfantasy ist seit dem 01.07.2014 als Rohversion vollendet und damit endlich in einem Zustand der Überarbeitbarkeit angekommen. Derzeit bin ich auch hier schon wieder stark am verändern und zurechtbiegen.

Das Buch hatte nach Fertigstellung der Rohversion 1.061 Seiten. Einiges habe ich bereits verändert, gestrichen oder erweitert. Mal schauen, wie weit ich bin, wenn ich das Buch ins Lektorat geben kann und wie viel Arbeit dann auf mich zukommen wird.

Der Roman soll Anfang 2015 beim Incubus-Verlag erscheinen. Natürlich ist es schwule Fantasy, wobei die Handlung im Vordergrund steht. Derzeit habe ich nur eine erotische Szene im Manuskript. Mal schauen, ob das so bleibt. In jedem Fall ist das Setting etwas anders, ungewöhnlicher. Dampftechnologie auf dem zeitlichen Stand des ausgehenden Barock und das in einem französischsprachig angesiedelten Setting mit diversen Fantasy-Völkern. Mal schauen was ihr dazu sagt 😉

Das Spiel

Das Spiel

 

 

Wer sich übermäßig viel rosa verzuckerter Romantik wünscht, sollte allerdings besser zu anderen Autoren greifen 🙂 Bei mir geht es teils sehr hart zur Sache auch wenn die Bilder anderes aussagen 😉

Wärme

Also könnt ihr euch mal wieder auf ein paar sehr eigenwillige Charaktere freuen die ich traditionell in ziemliche Bedrängnis bringe 🙂

Vielleicht gibt es irgendwann auch ein paar positive Neuigkeiten zu „Night’s End“, die Fantasy-Reihe (homoerotische High Fantasy) die auf der gleichen Welt spielt, auf der auch „Die blaue Phiole“ angesiedelt ist (nur 250 Jahre zuvor). Vielleicht findet diese Reihe auch endlich ein Zuhause 🙂 Warten wir es mal ab.

Arbeiten an „Die blaue Phiole“


Wie ihr auf Facebook sicher schon mitbekommen habt, arbeite ich gerade mit ziemlicher Obsession an dem Steam-Fantasy für den Incubus-Verlag. Die Arbeit geht besser als gut voran. Derzeit habe ich bereits über 600 Seiten geschrieben und ich schätze, dass es an die 800 Seiten werden. Aber klar, es ist die Rohversion und es muss noch verdammt viel daran gemacht werden. Das steht aber auch so außer Frage.

Zumindest glaube ich, dass die Charaktere ziemlich normal sind, auch wenn sie nicht so aussehen, also keine Helden zum Anschmachten, aber wirkliche Lebewesen – ja, Lebewesen, denn es sind nicht nur Menschen.

Gwenael Chabod ist mit 42 nicht mehr Taufrisch und durchaus nach 26 Jahren Kriegsdienst als Commandant wohl angesehen. Er ist ein Mensch, in den Augen vieler Humnoiden kurzlebig. Ihm reichen die Jahre aus – mehr muss er nicht mitnehmen als einen Menschen zustehen.

Gwenael Chabod

Gwenael Chabod

Jaleel hingegen ist ein Parhur, ein … nein, was genau er ist, verrate ich nicht. Er ist schon ein bisschen anders und jung gegen Gwenael, aber als sein Gegenpart geeignet. Besonders Dank seiner Talente als Dieb.

Jaleel

Jaleel

Marianne Valcaque zählt zu den Damen, die definitiv nicht Modell-Maße besitzen, aber sie ist patent, gewitzt, klug, sensibel, schlagfertig, bereit den Sprung in ein anderes Leben zu vagen.

Marianne Valcaque

Marianne Valcaque

Rim Brunot … nun er ist ein ungebildeter aber sehr lebensweiser Mann, der gern mit anderen Regionen seines Körpers denkt, wenn es sich einrichten lässt.

Rim Brunot

Rim Brunot

Antoine Laribe, der Säufer, der verrufene Capitaine der Südgarnison – nein, er ist kein Trinker im üblichen Sinn. Er erstickt nur seinen Gesichtsverlust und wagt nicht mehr eigene Entscheidungen zu treffen – bis sich ihm eine neue Chance bietet.

Shion hingegen ist der gelangweilte Sohn zweier Großmeister der Magie, der es hasst mit seinen Eltern verglichen zu werden. Seine Chancen sich im Leben zu etablieren kommen und er weiß sie für sich zu nutzen.

Shion

Shion

So zumindest die wichtigsten Charaktere …

Und ja, es ist ein Steam-Fantasy. Das Setting entspricht dem ausgehenden Barock und die Dampftechnologie beginnt der Magie den Rang abzulaufen. Fabriken entstehen, die Städte weiten sich aus. Zwischendrin der Moloch, der sich Valvermont schimpft, eine große Freistadt, voll der besten Magier und Priester und voll des Abschaums und der Intrigen.

Natürlich gibt es einen komplexen Fall und auch eine schwule Liebesgeschichte. Dieses Mal, im Gegensatz zu „Der Rebell“ konnte ich auch eindeutiger werden. Aber die Geschichte überwiegt in jedem Fall.

So, genug aus dem Nähkästchen geplaudert 😉 Wen es interessiert: der roman erscheint im nächsten Jahr beim Incubus-Verlag 🙂

Animate dead Laptops?


Gerade eben ist mal wieder der Wurm drin, insebesondere weil mir gestern (passend  zu Weihnachten) mein Laptop in Ruhestand gegangen ist. Was sollte das nun wieder?  Ein Autor ohne Schreibgerät? Das geht gar nicht *grrr*
Raise dead Laptops? Der Zauber stand leider nicht in der Necromanten-Zauberliste  meines Magiers Lysander.
Noch mieser ist, dass ich derzeit täglich ins Netz muss, um zu koordinieren wie es  mit dem Nachlass meiner verstorbenen Tante weiter geht. Wäre ich zu Hause, könnte  ich zumindest versuchen meinen Miditower-Rentner wieder zur Arbeit überreden und  darauf hoffen dass der alte P4 ausreichend Leistung in den müden Dioden hat, um  noch mit meiner DSL6000der-Leitung klar zu kommen.
Aber ich bin ab morgen nicht in meinen eigenen vier Wänden, soll heißen Plan B –  meinen Laptop zur Reparatur schleifen und das Netbook kaufen, was ich eigentlich  erst in einigen Monaten besorgen wollte, tritt in Kraft.
Das zum Thema Kohle zusammenhalten.
Und Tatsache- ich habe einen neuen Rechner, einen Winzling, der günstig war und leicht ist. Allerdings muss ich erst mal mit Windows 8 klarkommen. Bisher hatte ich Vista.
Willkommen in der schönen, bunten Welt von Bill Gates. Kann es zu Weihnachten denn noch schöner werden?
Trotz allem: euch allen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Interview mit 11 Fragen von Cecil Dewi :)


Hallo zusammen,

Cecil Dewi, eine wirklich sehr sehr gute Erotik- und Fantasy-Autorin im Bereich Gay, hatte mir ein wirklich tolles Interview für mich zusammengestellt und Fragen zugeschickt. Hier nun die Fragen und Antworten 🙂

11 Fragen – Interview

1. Fangen wir einfach an: Seit wann schreibst Du und was hat Dich zum Schreiben gebracht?

Hehehe, diese Frage liebe ich 😀
Genaugenommen kam ich durch meine gnadenlose Unzufriedenheit mit dem Ausgang der typischen Kinderkrimi-Hörspiele und Bücher dazu, besonders weil ich damals bereits im Wechsel Die drei ???, Fünf Freunde und die Edgar Wallace- Gruselkrimis gelesen/ gehört habe. Natürlich lief Wallace mit seinen Sachen den Kinderbüchern locker den Rang ab. Wie auch anders … Damit begann meine Sehnsucht nach eigenen Geschichten, die immer etwas anders waren als das, was man sonst zu Lesen bekam.
Damals war ich acht und ein ziemlicher Freak.

2. Welche Deiner Geschichten ist Dir am nächsten und warum?

Alle „Schattengrenzen“-Bücher, die sich um Oliver drehen (Der Rebell, Fluchbeladen, Hilflos, etc. auch die Kurzgeschichten Die Nacht in mir und Eisnacht).
Der Punk basiert auf einem meiner damals sehr guten, engen Freunde, hat aber bald ziemliches Eigenleben entwickelt. Viele Züge hat er von meinem Kumpel Olli den ich mit 22 das letzte Mal gesehen habe. So habe ich meinen alten Freund irgendwie immer um mich J
Alle anderen Punkte in den Geschichten sind meine Art die unheimlichen Erlebnisse, alles Bedrohliche und natürlich meine Träume mitzuverarbeiten.

3. Bei John Irving sind es unter anderem Bären, starke Frauen und homoerotische Beziehungen, die als Motive immer wieder in seinen Geschichten auftauchen. Gibt es auch in Deinen Geschichten Themen oder Motive, die wiederkehren? Wenn ja, welche und warum?

Kriminalfälle, Geistererscheinungen, Unheimliches, Bauwerke, Geschichte, Autos.
Kriminalfälle deshalb, weil ich Polizistin werden wollte. Leider war ich für den Streifendienst zu klein. Als mein Bekannter, ehemals erster Hauptkommissar in Berlin, mir sagte, dass der gehobene Dienst sich nicht mehr an der Größe festmacht, war ich ziemlich geknickt. Klar, heute ist der Kommissar ein FH-Studium. 1990 habe ich mir darüber weitaus zu wenige Infos eingefangen – und das in der Stadt des BKA … blöd gelaufen.
Geistererscheinungen kennt nahezu jeder. Unerklärliches passiert nahezu täglich. Viele nehmen es weder ernst, noch beachten sie die Ereignisse näher. Ich kann einfach nicht anders als das, was ich erlebe, in meinen Büchern einzubauen.
Bauwerke – ganz einfach, ich bin ein gelernter Bauzeichner. Der Hang zu Bauwerken ist einfach immer vorhanden. In meiner Lehre habe ich Altbausanierung/ Bestand gemacht. Das ist etwas, wovon ich bis in alle Romane zehre.
Geschichte ist auch so ein Ding, mein Steckenpferd. Da viele Bücher direkt in Wiesbaden spielen, fliest immer etwas Stadtgeschichte mit ein.
Mein zweiter Berufswunsch (abhängig von der Serie „Auf Achse“) war Berufsfahrer. Das habe ich vier Jahre durchgezogen. Ich bin ein ziemlich guter Fahrer und hatte auch mit meinem 40-to-Schein angefangen.

4. Bist Du ein „Stiller Brüter“ oder ein Schreiberling, der seinen Plot in die Welt hinausträgt und mit vielen Menschen diskutieren muss?

Hehehe, meistens brüte ich im Alleingang, denn in vielen Fällen ist es wichtig, dass noch viele einzelne Punkte recherchiert werden müssen, um dem Konzept Stabilität und Statik zu verleihen. Einmal im Jahr verschätzt, eine falsche Erinnerung, können verhängnisvoll sein. Deswegen halte ich mich auch zumeist nur so lang an das Exposé, so lang es logisch ist. Wenn ich gegen die Konsistenz in Geschichte oder Handlung der Personen gehe, ist der Roman nichts mehr wert.

5. Hat Dein eigenes Schreiben Deine Sicht auf die Werke anderer Autoren verändert? Wenn ja, wie?

Ja, durch mehrere harte Lektoren und viel eingetrichterte Grundregeln habe ich eine sehr kritische Sicht, insbesondere was die Logik in den Büchern angeht. Schlecht Logik, mangelhafte Recherche – beides fällt für mich unter K.O.-Kriterium.
Die Form einer Geschichte, insbesondere wenn sie im typischen Fanfiction-Stil verfasst ist, geht gar nicht an mich. Der Rothaarige, der Blauhaarige … Nein, das geht gar nicht.

6. Wie weit schaffst Du es, Dich von Deiner eigenen Geschichte „abzunabeln“, wenn sie fertig ist? Schaffst Du es beispielsweise, eine fertige Geschichte zu lesen, als sei sie von jemand anderem geschrieben worden?
Oder anders gefragt: Hört die Arbeit an den eigenen Geschichten für Dich je auf?

Die Arbeit würde erst dann aufhören, wenn ich brillant wäre – da das unmöglich ist (vollkommen unmöglich), bin ich nie zu 100 % zufrieden und würde selbst die gedruckten Bücher teilweise gern noch ändern (auch das, was mir vom Lektorat diktiert wurde).
Da ich oft (wegen der Kontinuität der Reihen in den alten Sachen nach Details suchen muss, die wieder zum Tragen kommen, überlese ich Passagen und bin unglücklich weil sie nicht besser sind.

7. Welche Rolle spielt für Dich das Feedback Deiner Leser? Sehnst Du Kritiken herbei? Hast Du Angst davor?

Kritik kann konstruktiv sein, vernachlässigbar oder sinnlos. Es kommt auf den an, der die Kritik schreibt und wie fundiert diese Person an alles heran tritt. Bei einigen Kritiken konnte ich nur mit dem Kopf nicken und zustimmen, besonders wenn es um die Passagen ging, die ich von Verlagsseite streichen musste, die aber erklärend gewesen wären. Es ist ungut, wenn zum Seiten sparen gestrichen wird. Manchmal macht es etwas Logisches unlogisch – Schlimmer wird es, wenn das auffällt. Aber ich habe in dem Punkt volles Verständnis.
Kritik an dem Charakter der Protagonisten kann hilfreich sein, aber generell gibt es für die Charaktere reale Vorlagen. Das würde bedeuten diese Menschen zu kritisieren. Grenzwertig.
Rezis in der Richtung „Scheiße weil zu viel Inhalt“ gehen nicht. Man sollte nachdenken und mitdenken, wenn man liest. Einfach berieseln lassen bedeutet, sich von der Flimmerkiste einsalben zu lassen.
Was ich absolut okay finde, wenn jemand sagt: ich rezensiere nicht, weil ich gemerkt habe dass es nicht mein Genre ist.
Jeder sollte sich selbst treu sein und wissen, was er mag, von daher finde ich solche Aussagen auch sehr gut.

8. Welches war das schönste Feedback, dass Du je von einem Leser bekommen hast?

Oh, da gab es einige. Daisyland-Books und Thrillerwelt, Beates Lovely Books, etc. Die schönsten Rezis stammen von diesen Bloggerinnen.
http://daisyandbooks.wordpress.com/2013/08/27/buchtipp-glasseelen-von-tanja-meurer/
http://beatelovelybooks.blogspot.de/2013/01/rezension-tanja-meurer-glasseelen-1.html
http://steffischaaf.wordpress.com/2013/09/16/rezension-tanja-meurer-glasseelen/

9. Wie beurteilst Du die Vernetzung mit anderen Autoren: Wertvoller Gedankenaustausch, Klüngelei oder am Ende gar Autoren-Hickhack?

Zumeist ist es vom Austausch her sehr hilfreich viel Kontakt zu anderen Autoren zu halten.
Die Zusammenkünfte beginnen dann zu kränkeln, wenn ein einzelner Autor nur noch um seinen eigenen Ruhm zu zirkeln beginnt und sich langsam in Wolkengebilden verliert.
Generell sind die wenigsten Autoren so. Viele sind hilfsbereit und geniale Menschen.
Viele Freunde von mir schreiben – auch hauptberuflich. Das zentrale Thema sind aber selten sind Bücher, viel eher reden wir über alles andere. Es gibt schließlich auch ein Leben vor und nach dem Schreiben 😉

10. Self-Publishing oder Publizieren beim Verlag: Was möchtest du lieber machen und warum?

Zweiteres. Es ist nicht nur seriöser, der Lektor und der Korrektor werden gleich mitgeliefert 😉 Davon abgesehen übernimmt der Verlag einen Teil der Werbung, pusht und sorgt dafür, dass man am Ball bleibt. Mir ist auch der Austausch mit meinen Verlegern sehr wichtig. Einerseits man erhält sehr viele wichtige Hinweise und Hilfestellungen, andererseits hat man immer einen Ansprechpartner und einen Dämpfer mit Realitätssinn, wenn man bereits wieder mit dem Kopf in den Wolken hängt.
Selfpublishing ist nicht schlecht – ganz in Gegenteil. Es gibt sehr viele richtig gute Autoren, allerdings gibt es noch mehr Autoren, die sehr grenzwertig arbeiten. Mir hilft ein guter Lektor auf dem Boden zu bleiben und die letzten Logiklücken auszubügeln. Das geht den Selbstverlegern meistens ab.
Trotzdem würde ich auch den Weg ausprobieren, schon um auch meine anderen Projekte an den Mann/ die Frau zu bringen.

11. Zum Abschluss ein klein wenig Kreativität, bitte! 😉 … In maximal 5 Sätzen: Was passiert zwischen den Buchdeckeln Deiner liebsten Geschichte,wenn das Buch geschlossen ist?

Hehehe, es geht leider in Band drei nahtlos über. Aber so viel zu dem, was dann passiert: Oliver gerät an einen Gegner mit dessen Irrsinn er nicht gerechnet hätte. Dieser Mann nutzt jeden in seinem Umfeld aus, um seine Ziele zu erreichen. Dabei geht er sogar so weit, seinen Sohn einzuspannen, einen zehnjährigen Jungen. Er benutzt ihn, um Olivers Besitz, den er schützen muss, auszuliefern.
Vielen Dank an Cecil Dewi und ihre endlose Geduld mit mir 😉
Ich bin nun wirklich die letzte Autorin, die das Interview ausfüllt.
Sorry.

So, nun zu meinen Opfern – die nicht alle aus dem Gay-Genre sind:

  1. Angelika Murasaki
  2. Marty Tolstoi (um auch mal einen Mann dabei zu haben)
  3. Jules Dankert
  4. Nadine Kühnemann
  5. Ann Merit Blum
  6. Jane Luc

1. Welches Genre bedienst Du und was reizt Dich an dem zentralen Thema Deiner Romane?

2. Wie wichtig ist Dir der emotionale Teil Deiner Romane, soll heißen der Bereich Romantik, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und inwieweit teil es sich zum Inhalt des Buches auf? Oder ist dieser Bereich für Dich eher unwichtig?

3. Was ist Dir besonders wichtig in einem Buch ? Worauf legst Du besonderen Wert?

4. Musst Du viel recherchieren? Wie intensiv sind Deine Vorarbeiten zu einem Roman?

5. Was inspiriert Dich besonders? Sind es Dinge, die Du in Deiner Umwelt beobachtest, Wortfetzen, Melodien, Liedtexte, Bilder, andere Geschichten, Rollenspiel, eigene Erlebnisse, geschichtliche Themen oder etwas anderes, für Dich ganz Spezielles?

6. Welche Charaktere faszinieren Dich am meisten? Erscheinen sie in abgewandelter Form in Deinen Büchern immer wieder?

7. Arbeitest Du fiktive Welten aus? Wenn ja, wie bildlich werden sie für Dich? Gehst Du in die Details von Politik, Religion und unterschiedlichen Rassen, oder endet Deine Planung eher an der vagen Topographie und und den Klimazonen?

8. Wenn Deine Bücher in der realen Welt spielen, wo siedelst Du sie besonders gern an? Wenn es nicht unbedingt Deine Heimatgegend oder die Stadt ist, in der Du lebst, besuchst Du diese Orte, um sie zu beschreiben?

9. Was liest Du selbst am liebsten? Was beeinflusst Dich und wie wichtig ist Dir der Erzählstil gegenüber dem Inhalt? Liebst Du dichte Beschreibungen oder knapp gehaltene Texte, um den Inhalt voranzutreiben?

10. Wie wichtig ist Dir das Feedback anderer, Reviews, Kommentare, und Rezensionen? Fürchtest Du sie oder nimmst Du sie als Anreiz härter zu arbeiten?

11. Wie viel Zeit steckst Du in Deine Bücher? Wie kommen Deine Freunde und Deine Familie damit klar und wie ist das Feedback aus diesem engen, sehr persönlichen Kreis?

Also ihr Lieben – ran an die Arbeit 😀

Liebe Grüße

Tanja

Incubus-Verlag


Nun darf ich mit der Sprache raus rücken 😀 Seit heute ist es offiziell. Mit meinem Steamfantasy-Projekt, basierend auf Night’s End, bin ich beim Incubus-Verlag. Hier findet ihr mehr Infos: http://www.facebook.com/incubusverlag und http://www.incubusverlag.de/

Mein Vertrag kam heute unterschrieben an. Damit ist dieses Projekt auch in trockenen Tüchern. Ihr glaubt gar nicht, wiesehr ich mich darüber freue. Mehr dazu in den nächsten Tagen 😀