Glasseelen – Leserunde


In der letzten Zeit habe ich mich – freundlich ausgedrückt – rar gemacht … sorry. Nun bin ich aber wieder zurück.
Glasseelen, mein Mystery-Triller, der ursprünglich 2013 bei Bookshouse erschienen ist, kam pünktlich zum 01.10.2017 neu, überarbeitet und vor allem im neuen Gewand bei Edition Roter Drache neu heraus.

9783946425311

Wahrscheinlich erinnert ihr euch noch an das alte Cover. Passend zur Überarbeitung passt das neue enfach besser.
Etliche Dinge, die mich in der ursprünglichen Version gestört haben, sind nun nicht mehr im Buch. Besonders um Theresa habe ich einiges abgeändert. Sie ist keine Last mehr, aktiver, einfach realer, sodass es mir richtiggehend leid tat sie … na, ihr wisst schon. Aber Camilla hat auch eine Wandlung hinter sich. Sie hängt definitiv nicht mehr am Rockzipfel ihrer Familie. Andererseits … Auto fahren kann sie auch hier noch nicht 😉
Wer möchte, kann sich gerne an der Leserunde auf LovelyBooks beteiligen. Derzeit gibt es 10 Bücher zu gewinnen (eBooks und Print-Ausgaben).
Und wer mich kennt weiß, dass es bei allen Büchern eine Besonderheit gibt: Sie sind mit Illustrationen versehen.

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Nur mal als kleiner Anreiz 😉
Hier wieder der übliche Klappentext und ein kleiner Ausschnitt, die Leseprobe aus dem ersten Kapitel:

***

Vor Camilla und Theresa stürzt sich ein Mann vom Dach des Pergamonmuseums zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, und aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel sowie ein antikes Fernrohr. War es Selbstmord?

Theresa schwört, dass sie kurz zuvor auf dem Dach einen ungeheuren, missgestalteten Mann wahrgenommen hatte, der den vermeintlichen Selbstmörder gestoßen hat. Dabei gibt es eine unheimliche Parallele zwischen dem vermeintlichen Selbstmörder und den Opfern eines Serienkillers, der in Berlin sein Unwesen treibt: herausgeschnittene Augen.

Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier, und wenig später verschwindet Theresa spurlos. Ist sie geflohen, weil sie sich von Andreas Grimm, dem ermittelnden Oberkommissar, bedrängt fühlte, oder wurde sie Opfer des Serienmörders? Camilla versucht, ihre Freundin auf eigene Faust zu finden und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mit dem Namen „Sandmann“ bekommt sie einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Von Panik getrieben, gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt dort auf rätselhafte Menschen.

Tief unter der Stadt wird währendessen wieder die ausgeweidete, augenlose Leiche einer Frau entdeckt – Theresa.

***

Als sein Schädel auf dem Boden aufschlug und ein Rinnsal hellen Blutes um die Spitze ihres Turnschuhs lief, hörte die Welt für einen Moment auf zu atmen. Camilla starrte auf den Mann, der sich vor ihren Füßen zu Tode gestürzt hatte. Sein aufgedunsenes Gesicht verfärbte sich langsam blauviolett. Äderchen traten an Stirn und Schläfen hervor. Über seine halb offenen Lippen quollen Blut und Speichel, seine gebrochenen Glieder standen grotesk ab. Knochen stachen durch den Stoff von Jeans und T-Shirt.
Camilla hätte nie gedacht, dass jemand so wenig blutete, wenn er von einem Dach sprang. Sie betrachtete den Toten aus einer eigenartig fernen Perspektive. Als läge er nicht zerschmettert zu ihren Füßen, sondern als liefe ein Film vor ihr ab. Vielleicht lag es an der Stille, an diesem Fehlen jedweden Lautes.
Die Hände in den Taschen ihrer Jacke vergraben, die Finger um irgendetwas verkrampft, beobachtete sie, wie sein Blut unter ihre Schuhe rann und den Saum ihrer Cordhose durchtränkte. Erst nach einer Weile trat sie einen Schritt zur Seite. Trotzdem konnte sie den Blick nicht von dem Mann wenden. Seine toten Augen schienen in den wolkenlosen Sommerhimmel zu starren. In der intensive blauen Iris glitzerten Sonnenstrahlen. Etwas rollte aus den Fingern seiner linken Hand. Camilla fuhr zusammen. Eisige Kälte kroch ihre Wirbelsäule herauf und legte sich erstickend um ihr Herz.
Zwei blutige Kugeln, an denen feine, feuchte Nervenstränge hingen, blieben unweit der verdrehten Schulter neben seinem Gesicht liegen. Unter den klebrig roten Schlieren und dem Straßenschmutz stachen hellblaue Iris hervor.
Eine Woge Grauen überflutete Camilla und drohte, ihren Verstand mit sich zu reißen. Sie biss sich auf die Unterlippe und den Piercingring. Der kurze, stechende Schmerz half, die aufkommende Panik zu dämpfen.
Sie schluckte einen Kloß im Hals hinunter, dennoch blieb die Angst. Ihr Magen rebellierte, ihre Knie waren kaum noch in der Lage, sie zu halten.
Kontrolliert atmete sie ein und aus, bis der Boden unter ihren Füßen wieder stillstand. Etwas hatte sich verändert. Der Himmel spiegelte sich nicht mehr in den toten Augen. Sie wurden stumpf und verloren alle Farbe, bis sie wie graubraune Erdklumpen aussahen. Ein Stück bröckelte daraus ab.
Wie paralysiert fixierte Camilla die Steinklumpen in den Höhlen, die zu grauem Sand und Staub zerfielen. Wind kam auf und wehte ihn davon. Von einem Herzschlag auf den anderen erwachte die Welt um sie zu neuem Leben. Menschen schrien und rannten über den Museumsvorplatz. Der Straßenlärm überrollte Camilla mit unsäglicher Gewalt und in einer Geschwindigkeit, als raste die Zeit, um den verlorenen Takt wieder einzuholen.
Erschrocken presste Camilla die Hände gegen die Ohren. Theresa zuckte zusammen und umklammerte ihren Arm. Sie stöhnte lese auf. Camilla merkte, dass sie zu wanken begann. Unsicher taumelte Theresa und zog sie von dem Toten fort.
Sie stolperte zwei, drei Schritte rückwärts. Camilla konnte ihren Blick nicht von den blutigen Abdrücken ihrer Schuhsohlen lösen. Sie folgte den Spuren zurück zu der Leiche.
„Camilla!“, würgte Theresa hervor. Ihre Stimme klang viel zu hoch. Der schiere Anblick des Toten musste sie entsetzen. Zitternd vergrub sie ihr Gesicht an Camillas Hals. Ihr feuchtwarmer Atem fühlte sich unangenehm an. Dennoch umarmte Camilla sie fest und drückte sie an sich. Am Rande bemerkte sie, dass sich Schaulustige um sie sammelten. Einige drängten vor, suchten aber eilig das Weite, als sich entfernt Martinshörner in den Lärm der Umwelt mischten.
Camilla fokussierte den Mann immer wieder. Die zu Staub zerfallenen Augen konnte sie sich nur eingebildet haben. Erneut kroch Kälte in ihren Körper. Was für ein kranker Albtraum war das? Sie zwang sich, das Gesicht nicht länger anzustarren, doch ihre Aufmerksamkeit kehrte immer wieder zurück, registrierte jedes Detail. Seine Rechte hielt ein altes Fernrohr umklammert. Das Licht brach sich auf Okular und Messingelementen. Vergleichbare Objekte kannte sie von Steampunk-Veranstaltungen, aus Museen und Büchern, aber dieser Gegenstand löste eine eigenartige Empfindung von Erkennen aus. Sie kniff die Augen zu Schlitzen zusammen. Es war ein Déjà-vu, verbunden mit dem Wunsch das Fernrohr an sich zu nehmen. Plötzlich fiel es Camilla schwer, nicht die Hand auszustrecken und danach zu greifen. Es war wie ein Zwang, erstickend und stark. Sie musste es haben! Für einen Moment zerriss der Schleier und die Wahrheit blitzte auf. Es war nur ein einziger kurzer Moment, zu schnell vorüber, um ihn zu ergreifen. Was zurückblieb, war nebulöse Leere, die sie nicht zu füllen in der Lage war.
Theresa riss sich von ihrer Seite los und begann zu würgen. Der letzte Rest des unheimlichen Banns brach. Hilflos hielt sie die Schultern ihrer Freundin umfasst, während diese sich übergab. Tränen rannen über Theresas Wangen und zogen feuchte Spuren über ihre bleiche Haut. Ihre außergewöhnlichen, zweifarbigen Augen wirkten entzündet und die schweren Lider verquollen. Sie zitterte am ganzen Leib. Feine Schweißperlen bedeckten ihre Haut und verklebten die kurzen blonden Haare auf ihrer Stirn. An den Lippen hingen noch Tropfen von Erbrochenem.
Keuchend knickte Theresas ein. Camilla konnte gerade noch zugreifen, bevor sie auf dem Boden aufschlug. Sie stützte ihre zierliche Freundin und führte sie zu einer Bank, ließ sie Platz nehmen und suchte in ihrer Jacke nach Taschentüchern. Plötzlich erfasste sie ihre Umwelt wieder vollkommen rational. Ihr war sofort bewusst, was sie zuvor umklammert hatte: Taschentücher und Geldbörse. Rasch zog sie das Päckchen hervor. Der Geruch nach Säure und halb verdautem Frühstück stieg ihr in die Nase. Das Erbrochene war zu viel für ihren Magen. Sie versuchte, so wenig wie möglich zu atmen, als sie Theresa die Magensäuretropfen von den Lippen tupfte. Erneut würgte Theresa. Hoffentlich übergab sie sich kein zweites Mal. Der Geruch allein reichte aus, dass es Camilla übel wurde. Als sie das schmutzige Taschentuch ein Stück von sich auf den Boden warf, fing sie sich wieder. Sie ließ sich vor ihrer Freundin in die Hocke sinken und ergriff ihre Hände. Trotz der morgendlichen Julihitze fühlten sie sich an wie die einer Toten. Aus weit aufgerissenen Augen starrte Theresa durch sie hindurch. Der Anblick der blauen und der braunen Iris wirkte leicht verwirrend. Angst hatte sie dunkel gefärbt. Unwillkürlich fragte sich Camilla, was Theresa gesehen hatte. Das Gleiche wie sie?
Langsam kroch ein Hauch des Grauens in ihr Herz. Sie fror entsetzlich. Ihre Hände flatterten. Aber sie empfand nichts, es waren Theresas Gefühle, die sie in sich aufnahm. Sie fürchtete sich vor dem Augenblick, in dem sie von all den Emotionen überschwemmt würde, die sie bislang erfolgreich verdrängte. Doch im Moment konnte sie nichts weiter tun, als für Theresa da zu sein und alle Stärke aufzubringen, zu der sie in der Lage war. Nur wie lange hielt sie das durch?
Jenseits der Spreegabelung und der Museumsbrücke hielten Krankenwagen und Polizei. Sanitäter mit Bahre und Zinksarg überquerten den Steg und kamen die Stufen herauf, während uniformierte Polizisten Schaulustige zur Seite trieben.
Camillas Gedanken kreisten um den Selbstmörder. Wer war er gewesen und warum war er gesprungen?
Ihr Blick schweifte über den Museumsvorplatz, über das ameisenartige Gewusel von Männern und Frauen in Uniformen und an der glatten Fassade hinauf. Von außen gab es keinen Weg hinauf. Wie war er also in das Gebäude gelangt … und von welcher Stelle war er gesprungen, um punktgenau vor ihren Füßen aufzuschlagen? Über dem Quader, der den Haupteingang bildete, gab es aus ihrer Perspektive keine Möglichkeit, das Dach zu betreten. Rechts und links neben den Seitenflügeln standen auch keine Scherenbühnen oder andere Hebeeinrichtungen. Möglicherweise irrte sie sich und er hatte den Sprung von ganz oben geschafft. Aber dann hätte er auf dem Vordach aufschlagen müssen, was ihm vermutlich schon das Genick gebrochen hätte und er gar nicht hier unten aufgeschlagen wäre. Sie legte den Kopf in den Nacken, um den pylonartigen Zentralflügel besser in Augenschein nehmen zu können. Es wäre vollkommen unmöglich gewesen, von dort in einem so weiten Bogen zu springen. Niemand überbrückte mehr als 10 Meter Tiefe, selbst wenn er geschleudert worden wäre. Theresa lehnte sich vertraut an sie. Ihre kleine Hand blieb auf Camillas Hüfte liegen. Sie brauchte dringend Zuwendung. Sacht streichelte Camilla über ihre Schulter und drückte sie fest an sich.
„Geht es dir besser?“, flüsterte sie. Theresa sah zu ihr und verzog gequält die Lippen. Langsam schüttelte sie den Kopf. In ihren Augen stand noch immer dieser tiefe Schrecken. Besorgt fuhr Camilla durch ihr strubbeliges Haar.
„Kann ich verstehen.“ Camilla fühlte nichts von dem Schrecken. Ihre Neugier war geweckt. War das nicht vollkommen irrsinnig? Warum dachte sie schon wieder über den Toten nach? Sie sah die Leiche an. Der arme Kerl begann ihr leidzutun. Trotzdem wollte sie wissen, wie er gestorben war und warum. Wie war er überhaupt vor der Öffnungszeit ins Museum gekommen? Sie kniff die Augen zu Schlitzen zusammen. Wenn er Mitarbeiter des Museums war, wäre es erklärbar gewesen. Aber er trug weder Uniform noch Arbeitskleidung wie die Leute der Putzkolonne. Möglicherweise hatte er sich noch nicht umgezogen. Von den Fielmann-Mitarbeitern wusste sie, dass sie sich auch erst im Haus umzogen, bevor sie an die Arbeit gingen. Vielleicht war es bei ihm nicht anders. Sie biss sich auf die Lippe, zupfte an den trockenen Hautschüppchen um ihren Piercingring.
„Können wir verschwinden?“, flüsterte Theresa dicht neben ihrem Ohr, sodass ihr Atem auf der Haut kitzelte.
Mit einer Kopfbewegung zu den Einsatzfahrzeugen schüttelte Camilla den Kopf.
„Ich glaube, das können wir knicken.“
Schwer seufzte Theresa. „War mir klar.“ Sie schob ihre Arme um Camillas Taille und kroch halb unter ihre Jacke. Leise fügte sie hinzu: „Das werde ich nie mehr vergessen.“ Ihr Zittern nahm zu. Sanft umschlang Camilla sie und schmiegte ihre Wange in Theresas Haar. „Der Tote?“, fragte sie.
Trocken schluckte Theresa. „Auch, aber besonders dieses …“ Sie zuckte in Camillas Arm die Schultern, als sie keine Worte fand.
„Dieses was?“, hakte Camilla mit in Falten gelegter Stirn nach.
„Ich weiß nicht, wer oder was das war, aber nachdem der Körper aufgeschlagen ist, habe ich hochgeschaut und jemand da stehen sehn.“

***

Ich hoffe, der kleine Ausschnitt hat euch gefallen 🙂

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Blogger schenken Lesefreude 2014


Hallo ihr Lieben,

Jule hatte mich schon im vergangenen Jahr auf diese Aktion aufmerksam gemacht und gefragt, ob ich teilnehmen will. Im letzten Jahr wurde es zu knapp (nicht dass ich dieses Mal sonderlich viel schneller reagiert hätte …). Aber dieses Mal bin ich mit von der Partie und ihr könnt hier den ersten der Schattengrenzen-Romane gewinnen.

Blogger schenken Lesefreude

Blogger schenken Lesefreude

Für den morgigen Welttag des Buches sollte ein Buch zum Gewinnen wirklich nicht zuviel sein 🙂 Bis zum 30.04., um 23:59 h (eine Minute vor der Geisterstunde ;)) habt ihr Zeit euch zu bewerben. Unter all den Teilnehmern verlose ich das Buch inclusive Lesezeichen und Illustration eines Charkaters. Hier findet ihr ein paar Illus zu den Schattengrenzen-Romanen. Einfach dem Link folgen und stöbern. Bei einigen der Beschreibungen sind Zeichnungen dabei und unter Illustrationen findet ihr unter meinem Namen eine größere Auswahl.

Hier der Klappentext:

Für die 19-jährige Camilla und ihre Freundin Theresa endet ein Museumsausflug mit einem Schock. Ein Mann stürzt sich vor ihren Füßen zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel. Steht der Suizid in Zusammenhang mit einem wahnsinnigen Mörder, der sein Unwesen in Berlin treibt? Bereits mehrere junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Die verstümmelten Leichen verbindet ein grausiges Merkmal: herausgeschnittene Augen.

Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung einer Psychotherapeutin und der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier. Von Panik getrieben gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt auf rätselhafte Menschen. Können der greise Amadeo oder der attraktive Chris sie vor ihrem fanatischen Verfolger retten? Mit dem Namen „Sandmann“ gibt Chris ihr einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Um seinen Attacken zu entkommen, muss sich Camilla nicht nur ihrem Peiniger stellen. Sie entdeckt eine übersinnliche Fähigkeit, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre …

Glasseelen - Schattengrenzen I - Tanja Meurer/ Bookshouse

Glasseelen – Schattengrenzen I – Tanja Meurer/ Bookshouse

Hier auch noch mal die zugehörigen Lesezeichen:

Camilla

Camilla

Nathanael

Nathanael

Olympia

Olympia

Da es in der Geschichte stellenweise sehr unheimlich zugeht, müsst ihr mir beantworten, ob euch schon mal etwas entsprechendes passiert ist, was euch wirklich angst gemacht hat.

Liebe Grüße und viel Glück 🙂

Tanja

Queer.de, Ankündigungen und die Homonale in Wiesbaden


Am 15.12. ging die lang ersehnte und gefürchtete Rezension zu „Der Rebell“ bei Queer.de online. Ersehnt, weil Frank, der Rezensent, auch schon „Glasseelen“ hatte und sehr gut bewertete. Diese Rezension findet ihr bei dem Onlinemagazin Corona in der Ausgabe 292 unter dem Punkt 6 mit dem Titel Buchkritik: „Glasseelen“ von Tanja Meurer.  Deswegen war ich mir gar nicht so sicher, dass Frank den zweiten Band genauso gut bewertet. Einen schwulen Mann als lesbische Frau mit zwei schwulen Hauptcharakteren zu überzeugen ist ganz und gar nicht einfach. Aber offenbar habe ich es geschafft 🙂  Die Rezi von ihm auf Queer.de ist Wahnsinn geworden. Hier könnt ihr sie lesen: Mord, Geister und unzüchtige Gedanken.

Insofern muss ich mich für den Tipp, mich bei Queer.de zu melden, bei Jule und der Verlegerin des Incubus Verlages bedanken. Kira sagte mir, dass sie alle Bücher ihres Verlages dort rezensieren lässt. Was ist auch genialer als das positive Urteil eines schwulen Mannes über mein Buch? Allein deswegen bin ich schon ziemlich auf Wolke sieben 🙂 Oliver kommt allerdings bei allen Rezis gut weg. Er ist offensichtlich ein glaubhafter Mensch. Das ist generell immer das allerschönste Kompliment von allen. Hoffentlich werden damit auch die ganzen anderen Bücher mit all den unterschiedlichen Personen, Genres und Zeitebenen genauso real.

Übrigens am 01.02.2014 und am 02.02.2014 findet in Wiesbaden begleitend zur Homonale, dem traditionell seit 14 Jahren stattfindenden schwullesbischen Filmfestival im Lesecafé Wiesbaden eine schwullesbische Lesung über zwei Tage statt. Autoren wie Sabine Brandl (lesbisch), Conny Reinhardt (lesbisch), Martin Skerhut (schwul), Jannis Plastrgias (schwul), Jana Walther (schwul), Brunhilde Witthaut (schwul), Andrea Conrad (schwul), Yuliya Sokalska (lesbisch), Anna Maske (lesbisch), Chris P. Rolls  und ich werden ihre Romane und Kurzgeschichten vorstellen. Allerdings lesen Chris und ich je aus einem schwulen und einem lesbischen Roman, wobei von meiner Seite erwähnt werden sollte, dass ich aus „Der Rebell“ einen Ausschnitt wähle und aus „Mord ohne Leiche“ (einer der unheimlichen Kriminal-Steampunk-Novellen um Anabelle, Madame Zaida und Jewa). Die Steampunkbücher scheinen nun auch ein Heim zu finden. Bei der Lesung kann ich vielleicht ein paar entsprechende Ankündigungen dazu machen.

XTME-Gewinner … werden noch bekannt gegeben ;p


Gerade habe ich die Liste der richtigen Antworten von Johannes Zum Winkel (http://www.xtme.de/) bekommen und über einen Online-Generator (genau diesen hier http://www.randomnumbergenerator.com/) ausgewählt.

In Johannes‘ Liste waren es die Nummern 29 (die nach der Auslosung für das Original-Lesezeichen unter den fünf Namen mit Nr. 1 stand und gleich kam), Nr. 86, Nr. 87 (das geht echt nur mit einem Random Counter … ich würde nie auf diese Nummernvergabe kommen), Nr. 146 und Nr. 169.

Ich weiß, die Nummern bringen euch ne Runde gar nichts ;p Ich schreibe die fünf jetzt an und frage rund, wer was haben möchte (Lesezeichen/ Illu). Dann kann ich auch die Namen (hoffe ich) veröffentlichen 🙂 In jedem Fall geht das Buch fünf Mal raus (mit Original-Illus), ein Original-Lesezeichen wird verlost (natürlich nach Wunsch) und vier Lesezeichen gehen als Drucke nach Wunsch raus.

Hier noch mal die Galerie für alle 🙂

Oliver Hoffmann

Oliver Hoffmann

Oliver – der Protagonist – er ist der große Bruder, der Mutige, der über das Ziel hinaus schießt, ohne zu wissen, was er damit zerstört.

Daniel Kuhn

Daniel Kuhn

Daniel – der etwas andere Held – unbeliebt im Kommissariat, treu wie kein zweiter, bester Freund, vielleicht auch mehr (?)

Matthias Habicht

Matthias Habicht

Matthias – der Korrekte – ein Leben nach dem Dienstbuch, und doch sucht er nach Schlupfwinkeln.

Christoph Kowalski

Christoph Kowalski

Christoph – der Ruhige – anhand all der Probleme, die Chris schon hatte, kann ihn die Welt mal 😉

Camilla Hofmann

Camilla Hofmann

Camilla – die Aktive – sie gibt selten auf, wenn sie einmal Blut geleckt hat, ist aber definitiv entspannt gegen die Situation in „Glasseelen“.

Viel Spaß beim auswählen 🙂

Ein weiteres – fertiges – Lesezeichen und mehr Infos :)


Wie schon angekündigt, bin ich noch mit den Lesezeichen beschäftigt. Gestern wurde Christoph fertig. Der Gute sieht nicht mehr ganz so fertig aus wie noch in Band I. Das macht sicher das gute Leben mit Camilla 😉

Scherz beiseite, hier kommt Christoph:

Christoph - Farbe

Christoph Kowalski

Morgen dürfte dann auch Camilla fertig sein. Ab morgen (02.10.) läuft auch das Gewinnspiel auf XTME – http://www.xtme.de/. Ihr könnt eines von fünf Büchern „Der Rebell – Schattengrenzen II“ gewinnen und ich verlose ein Originallesezeichen. Als kleiner Bonus: wer möchte, kann ein Lesezeichen nach Wahl auch als schmales Poster (A4) gedruckt haben.

Hierzu auch noch mal die Leseprobe:

http://www.amazon.de/Der-Rebell-Schattengrenzen-Leseprobe-ebook/dp/B00EQ8F7S2/ref=pd_sim_sbs_kinc_1

http://www.bookshouse.de/buecher/Der_Rebell___Schattengrenzen_2/

Macht mit 🙂

„Glasseelen – Schattengrenzen I“ bekommt ihr bereits jetzt schon für 0,99 € auf Amazon:

http://www.amazon.de/Glasseelen-Schattengrenzen-1-ebook/dp/B00BE515EA/ref=pd_sim_sbs_kinc_3

und hier die kostenloses Leseprobe:

http://www.amazon.de/Glasseelen-Schattengrenzen-1-Leseprobe-ebook/dp/B00BWU5X72/ref=pd_sim_sbs_kinc_4

http://www.bookshouse.de/buecher/Glasseelen___Schattengrenzen

Nehmt die Akrtion einfach wahr 🙂

Liebe Grüße

Tanja

Die Arbeiten schreiten voran


Wie schon angekündigt, bin ich an den Lesezeichen zu „Der Rebell“. Die Arbeit mache ich mir nicht ausschließlich, um Neues zum neuen Buch zu haben. Klar auch, zugegeben, auch weil reichlich anderer Charaktere dabei sind. Oliver ist Protagonist, Camilla rückt in den Hintergrund. Die Geschichte, die ich erzähle, ist eine andere, kein Aufguss des ersten Buches. „Der Rebell“ ist auch in sich nicht abgeschlossen, sondern erst mit Band 3 beendet. Davon abgesehen findet ab dem 02.10.2013 über http://www.xtme.de/ eine Aktion zu „Schattengrenzen I und II“ statt.

„Glasseelen“ wohlbekannt als Band I, wir vom 02.10. an für 5 Tage zu 0,99 € erhältlich sein, während der zweite Band „Der Rebell“ als Printausgabe zu Gewinnen sein wird (ich stelle dafür 5 Exemplare). Wie üblich gibt es dazu die Zeichnung und Widmung in das Buch, aber darüberhinaus auch eines der Originallesezeichen zu gewinnen, bzw. Sonderdrucke der Lesezeichen.

Hier sind die neusten Stände:

Der Rebell - Lesezeichen

Der Rebell – Lesezeichen – Oliver, Daniel, Matthias und Christoph

Camilla Tusche

Camilla Tusche

Camilla ist leider bislang nur getuscht. Sie wird am aufwändigsten. Ihren Chris habe ich gestern erst angefangen. Damit habt ihr aber schon eine Vorstellung, wie die Lesezeichen werden sollen.

Übrigens findet zur Vorstellung des Buches auf LovelyBooks wieder eine Leserunde statt, zu der ihr euch ab dem 04.10. bewerben könnt. http://www.lovelybooks.de/thema/bookshouse-Sammelthread-f%C3%BCr-Gewinnspiele-und-Leserunden-1006084871/1057989851/

Zusätzlich gibt es zu beiden Romanen in Hann. Münden (das schöne Örtchen zwischen Kassel und Göttingen) im Rahmen der „Denkmal Kunst – Kunst Denkmal“-Tage eine Lesung. Am 03.10. ab 19:00 h lese ich in einem der alten Baudenkmäler in der Lohstraße 3: http://www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de/ http://www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de/pages/programm/do.-3.10.13/tanja-meurer.php. Wer in der Nähe wohnt, kann gern kommen und zuhören. Die Lesung beginnt um 19:00 und geht bis 20:30 h.

Am 06.10. ab 16:00 h lese ich aus beiden Büchern in der Blücherstraße 20, Wiesbaden (Back-Depot). Natalie, die Betreiberin sorgt für das leibliche Wohl.

Zu Ende des Monats – Halloween – lesen außer mir im Lesecafé Wiesbaden zu einer Sonderveranstaltung Ju Honisch, Christian Humberg, Sandra Baumgärtner und Diana Menschig. Das Datum: 26.10., die Uhrzeit: ab 15:00 h. Ihr solltet euch das Spektakel unbedingt anhören. Ju und Christian zu sehen, ist wirklich genial. http://www.vee-jas.de/Lesecafe/termine.html

Mehr Details in Kürze 🙂

Liebe Grüße, Tanja

Also, ihr seht, gerade eben bewegt sich wieder einiges.

Interview mit 11 Fragen von Cecil Dewi :)


Hallo zusammen,

Cecil Dewi, eine wirklich sehr sehr gute Erotik- und Fantasy-Autorin im Bereich Gay, hatte mir ein wirklich tolles Interview für mich zusammengestellt und Fragen zugeschickt. Hier nun die Fragen und Antworten 🙂

11 Fragen – Interview

1. Fangen wir einfach an: Seit wann schreibst Du und was hat Dich zum Schreiben gebracht?

Hehehe, diese Frage liebe ich 😀
Genaugenommen kam ich durch meine gnadenlose Unzufriedenheit mit dem Ausgang der typischen Kinderkrimi-Hörspiele und Bücher dazu, besonders weil ich damals bereits im Wechsel Die drei ???, Fünf Freunde und die Edgar Wallace- Gruselkrimis gelesen/ gehört habe. Natürlich lief Wallace mit seinen Sachen den Kinderbüchern locker den Rang ab. Wie auch anders … Damit begann meine Sehnsucht nach eigenen Geschichten, die immer etwas anders waren als das, was man sonst zu Lesen bekam.
Damals war ich acht und ein ziemlicher Freak.

2. Welche Deiner Geschichten ist Dir am nächsten und warum?

Alle „Schattengrenzen“-Bücher, die sich um Oliver drehen (Der Rebell, Fluchbeladen, Hilflos, etc. auch die Kurzgeschichten Die Nacht in mir und Eisnacht).
Der Punk basiert auf einem meiner damals sehr guten, engen Freunde, hat aber bald ziemliches Eigenleben entwickelt. Viele Züge hat er von meinem Kumpel Olli den ich mit 22 das letzte Mal gesehen habe. So habe ich meinen alten Freund irgendwie immer um mich J
Alle anderen Punkte in den Geschichten sind meine Art die unheimlichen Erlebnisse, alles Bedrohliche und natürlich meine Träume mitzuverarbeiten.

3. Bei John Irving sind es unter anderem Bären, starke Frauen und homoerotische Beziehungen, die als Motive immer wieder in seinen Geschichten auftauchen. Gibt es auch in Deinen Geschichten Themen oder Motive, die wiederkehren? Wenn ja, welche und warum?

Kriminalfälle, Geistererscheinungen, Unheimliches, Bauwerke, Geschichte, Autos.
Kriminalfälle deshalb, weil ich Polizistin werden wollte. Leider war ich für den Streifendienst zu klein. Als mein Bekannter, ehemals erster Hauptkommissar in Berlin, mir sagte, dass der gehobene Dienst sich nicht mehr an der Größe festmacht, war ich ziemlich geknickt. Klar, heute ist der Kommissar ein FH-Studium. 1990 habe ich mir darüber weitaus zu wenige Infos eingefangen – und das in der Stadt des BKA … blöd gelaufen.
Geistererscheinungen kennt nahezu jeder. Unerklärliches passiert nahezu täglich. Viele nehmen es weder ernst, noch beachten sie die Ereignisse näher. Ich kann einfach nicht anders als das, was ich erlebe, in meinen Büchern einzubauen.
Bauwerke – ganz einfach, ich bin ein gelernter Bauzeichner. Der Hang zu Bauwerken ist einfach immer vorhanden. In meiner Lehre habe ich Altbausanierung/ Bestand gemacht. Das ist etwas, wovon ich bis in alle Romane zehre.
Geschichte ist auch so ein Ding, mein Steckenpferd. Da viele Bücher direkt in Wiesbaden spielen, fliest immer etwas Stadtgeschichte mit ein.
Mein zweiter Berufswunsch (abhängig von der Serie „Auf Achse“) war Berufsfahrer. Das habe ich vier Jahre durchgezogen. Ich bin ein ziemlich guter Fahrer und hatte auch mit meinem 40-to-Schein angefangen.

4. Bist Du ein „Stiller Brüter“ oder ein Schreiberling, der seinen Plot in die Welt hinausträgt und mit vielen Menschen diskutieren muss?

Hehehe, meistens brüte ich im Alleingang, denn in vielen Fällen ist es wichtig, dass noch viele einzelne Punkte recherchiert werden müssen, um dem Konzept Stabilität und Statik zu verleihen. Einmal im Jahr verschätzt, eine falsche Erinnerung, können verhängnisvoll sein. Deswegen halte ich mich auch zumeist nur so lang an das Exposé, so lang es logisch ist. Wenn ich gegen die Konsistenz in Geschichte oder Handlung der Personen gehe, ist der Roman nichts mehr wert.

5. Hat Dein eigenes Schreiben Deine Sicht auf die Werke anderer Autoren verändert? Wenn ja, wie?

Ja, durch mehrere harte Lektoren und viel eingetrichterte Grundregeln habe ich eine sehr kritische Sicht, insbesondere was die Logik in den Büchern angeht. Schlecht Logik, mangelhafte Recherche – beides fällt für mich unter K.O.-Kriterium.
Die Form einer Geschichte, insbesondere wenn sie im typischen Fanfiction-Stil verfasst ist, geht gar nicht an mich. Der Rothaarige, der Blauhaarige … Nein, das geht gar nicht.

6. Wie weit schaffst Du es, Dich von Deiner eigenen Geschichte „abzunabeln“, wenn sie fertig ist? Schaffst Du es beispielsweise, eine fertige Geschichte zu lesen, als sei sie von jemand anderem geschrieben worden?
Oder anders gefragt: Hört die Arbeit an den eigenen Geschichten für Dich je auf?

Die Arbeit würde erst dann aufhören, wenn ich brillant wäre – da das unmöglich ist (vollkommen unmöglich), bin ich nie zu 100 % zufrieden und würde selbst die gedruckten Bücher teilweise gern noch ändern (auch das, was mir vom Lektorat diktiert wurde).
Da ich oft (wegen der Kontinuität der Reihen in den alten Sachen nach Details suchen muss, die wieder zum Tragen kommen, überlese ich Passagen und bin unglücklich weil sie nicht besser sind.

7. Welche Rolle spielt für Dich das Feedback Deiner Leser? Sehnst Du Kritiken herbei? Hast Du Angst davor?

Kritik kann konstruktiv sein, vernachlässigbar oder sinnlos. Es kommt auf den an, der die Kritik schreibt und wie fundiert diese Person an alles heran tritt. Bei einigen Kritiken konnte ich nur mit dem Kopf nicken und zustimmen, besonders wenn es um die Passagen ging, die ich von Verlagsseite streichen musste, die aber erklärend gewesen wären. Es ist ungut, wenn zum Seiten sparen gestrichen wird. Manchmal macht es etwas Logisches unlogisch – Schlimmer wird es, wenn das auffällt. Aber ich habe in dem Punkt volles Verständnis.
Kritik an dem Charakter der Protagonisten kann hilfreich sein, aber generell gibt es für die Charaktere reale Vorlagen. Das würde bedeuten diese Menschen zu kritisieren. Grenzwertig.
Rezis in der Richtung „Scheiße weil zu viel Inhalt“ gehen nicht. Man sollte nachdenken und mitdenken, wenn man liest. Einfach berieseln lassen bedeutet, sich von der Flimmerkiste einsalben zu lassen.
Was ich absolut okay finde, wenn jemand sagt: ich rezensiere nicht, weil ich gemerkt habe dass es nicht mein Genre ist.
Jeder sollte sich selbst treu sein und wissen, was er mag, von daher finde ich solche Aussagen auch sehr gut.

8. Welches war das schönste Feedback, dass Du je von einem Leser bekommen hast?

Oh, da gab es einige. Daisyland-Books und Thrillerwelt, Beates Lovely Books, etc. Die schönsten Rezis stammen von diesen Bloggerinnen.
http://daisyandbooks.wordpress.com/2013/08/27/buchtipp-glasseelen-von-tanja-meurer/
http://beatelovelybooks.blogspot.de/2013/01/rezension-tanja-meurer-glasseelen-1.html
http://steffischaaf.wordpress.com/2013/09/16/rezension-tanja-meurer-glasseelen/

9. Wie beurteilst Du die Vernetzung mit anderen Autoren: Wertvoller Gedankenaustausch, Klüngelei oder am Ende gar Autoren-Hickhack?

Zumeist ist es vom Austausch her sehr hilfreich viel Kontakt zu anderen Autoren zu halten.
Die Zusammenkünfte beginnen dann zu kränkeln, wenn ein einzelner Autor nur noch um seinen eigenen Ruhm zu zirkeln beginnt und sich langsam in Wolkengebilden verliert.
Generell sind die wenigsten Autoren so. Viele sind hilfsbereit und geniale Menschen.
Viele Freunde von mir schreiben – auch hauptberuflich. Das zentrale Thema sind aber selten sind Bücher, viel eher reden wir über alles andere. Es gibt schließlich auch ein Leben vor und nach dem Schreiben 😉

10. Self-Publishing oder Publizieren beim Verlag: Was möchtest du lieber machen und warum?

Zweiteres. Es ist nicht nur seriöser, der Lektor und der Korrektor werden gleich mitgeliefert 😉 Davon abgesehen übernimmt der Verlag einen Teil der Werbung, pusht und sorgt dafür, dass man am Ball bleibt. Mir ist auch der Austausch mit meinen Verlegern sehr wichtig. Einerseits man erhält sehr viele wichtige Hinweise und Hilfestellungen, andererseits hat man immer einen Ansprechpartner und einen Dämpfer mit Realitätssinn, wenn man bereits wieder mit dem Kopf in den Wolken hängt.
Selfpublishing ist nicht schlecht – ganz in Gegenteil. Es gibt sehr viele richtig gute Autoren, allerdings gibt es noch mehr Autoren, die sehr grenzwertig arbeiten. Mir hilft ein guter Lektor auf dem Boden zu bleiben und die letzten Logiklücken auszubügeln. Das geht den Selbstverlegern meistens ab.
Trotzdem würde ich auch den Weg ausprobieren, schon um auch meine anderen Projekte an den Mann/ die Frau zu bringen.

11. Zum Abschluss ein klein wenig Kreativität, bitte! 😉 … In maximal 5 Sätzen: Was passiert zwischen den Buchdeckeln Deiner liebsten Geschichte,wenn das Buch geschlossen ist?

Hehehe, es geht leider in Band drei nahtlos über. Aber so viel zu dem, was dann passiert: Oliver gerät an einen Gegner mit dessen Irrsinn er nicht gerechnet hätte. Dieser Mann nutzt jeden in seinem Umfeld aus, um seine Ziele zu erreichen. Dabei geht er sogar so weit, seinen Sohn einzuspannen, einen zehnjährigen Jungen. Er benutzt ihn, um Olivers Besitz, den er schützen muss, auszuliefern.
Vielen Dank an Cecil Dewi und ihre endlose Geduld mit mir 😉
Ich bin nun wirklich die letzte Autorin, die das Interview ausfüllt.
Sorry.

So, nun zu meinen Opfern – die nicht alle aus dem Gay-Genre sind:

  1. Angelika Murasaki
  2. Marty Tolstoi (um auch mal einen Mann dabei zu haben)
  3. Jules Dankert
  4. Nadine Kühnemann
  5. Ann Merit Blum
  6. Jane Luc

1. Welches Genre bedienst Du und was reizt Dich an dem zentralen Thema Deiner Romane?

2. Wie wichtig ist Dir der emotionale Teil Deiner Romane, soll heißen der Bereich Romantik, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und inwieweit teil es sich zum Inhalt des Buches auf? Oder ist dieser Bereich für Dich eher unwichtig?

3. Was ist Dir besonders wichtig in einem Buch ? Worauf legst Du besonderen Wert?

4. Musst Du viel recherchieren? Wie intensiv sind Deine Vorarbeiten zu einem Roman?

5. Was inspiriert Dich besonders? Sind es Dinge, die Du in Deiner Umwelt beobachtest, Wortfetzen, Melodien, Liedtexte, Bilder, andere Geschichten, Rollenspiel, eigene Erlebnisse, geschichtliche Themen oder etwas anderes, für Dich ganz Spezielles?

6. Welche Charaktere faszinieren Dich am meisten? Erscheinen sie in abgewandelter Form in Deinen Büchern immer wieder?

7. Arbeitest Du fiktive Welten aus? Wenn ja, wie bildlich werden sie für Dich? Gehst Du in die Details von Politik, Religion und unterschiedlichen Rassen, oder endet Deine Planung eher an der vagen Topographie und und den Klimazonen?

8. Wenn Deine Bücher in der realen Welt spielen, wo siedelst Du sie besonders gern an? Wenn es nicht unbedingt Deine Heimatgegend oder die Stadt ist, in der Du lebst, besuchst Du diese Orte, um sie zu beschreiben?

9. Was liest Du selbst am liebsten? Was beeinflusst Dich und wie wichtig ist Dir der Erzählstil gegenüber dem Inhalt? Liebst Du dichte Beschreibungen oder knapp gehaltene Texte, um den Inhalt voranzutreiben?

10. Wie wichtig ist Dir das Feedback anderer, Reviews, Kommentare, und Rezensionen? Fürchtest Du sie oder nimmst Du sie als Anreiz härter zu arbeiten?

11. Wie viel Zeit steckst Du in Deine Bücher? Wie kommen Deine Freunde und Deine Familie damit klar und wie ist das Feedback aus diesem engen, sehr persönlichen Kreis?

Also ihr Lieben – ran an die Arbeit 😀

Liebe Grüße

Tanja