Die blaue Phiole

Karte Äos

Seit dem letzten Wochenende ist mein schwuler Steam-Fantasy-Krimi „Die blaue Phiole“ beim Incubus-Verlag und wartet auf sein Lektorat.
Es wird in dem Buchprojekt noch einige kleine Änderungen geben, wie es aussieht. Wegen des Umfangs wird der Roman in jedem Fall geteilt und – wie es aussieht – geht er auch weiter. Die Phiole als solches hat 1.392 Seiten. Mehr will ich aber erst mal nicht verraten.
Allerdings hat die Arbeit daran sehr großen Spaß gemacht; nicht nur weil mir die Charaktere alle ans Herz gewachsen sind. Das passiert mir bei jedem Buch. Protagonisten, Antagonisten, Nebencharaktere – vollkommen gleich, ich mag sie irgendwie alle, jede/ jeden auf ihre/ seine Art.
Die Recherche war interessant, das neue Kennenlernen einzelner Stadtviertel von Valvermont, das Leben mit Zeitungen, Soldaten, die auch Kriminologen sein müssen, Mechanikern, Dampf-Tieren, Magie, Realismus und fremden Rassen. Die Stadt war schon immer ausufernd und komplex. nun hat sie noch mehr Leben bekommen und ich habe mir überlegt (da etliche Straßen und Plätze Namen bekommen haben, auch noch eine Stadtkarte anzufertigen. Die Weltkarte von Äos muss ich definitiv auch noch mal anfassen (und neu zeichnen). Das Glossar ist ebenfalls umfangreich geworden und (auch wenn mein Französisch zu Schulzeiten grottig war) die Stadt Valvermont hat wieder viele französische Ansätze. Aber mehr dazu in den nächsten Postings 🙂

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Ein neuer Vertrag, ein neuer Verlag


Gestern habe ich endlich den neuen Buchvertrag bei einem anderen Verlag unterschrieben, dieses Mal nicht für Bücher, die in der Gegenwart spielen, sondern für  – haltet euch gut fest – Steamfantasy/ Krimi, und das auf homoerotischer Basis.

Steamfantasy, genau wie Steampunk, ist ein Genre mit weitaus mehr Potential als den üblichen kleinen technischen Gadgets, die gern auftauchen, beispielsweise die mutigen (überhaupt nicht wohlerzogenen) viktorianischen Mädchen, mutige Helden aus der Unterschicht, übertechnisierte Evil Overlords, etc. Das Genre in seiner Gesamtheit hat mich schon immer zutiefst fasziniert, was auch an meiner Liebe zu der Zeit und der allgemeinen Technik liegt. Bei Steamfatasy muss man schon mehr improvisieren und viele neue Wege stehen offen.  Ich kann also mein Night’s End als Grundlage nehmen und darauf ein paar (nicht viel) Jahrhunderte aufbauen … Damit wären wir adäquat dem 17. Jhd., in der Technisierung noch vor Jaques de Vaucanson mit seiner mechanischen Ente: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_de_Vaucanson

Man merkt wahrscheinlich, dass ich seine „Roboter“ liebe. Er wird bei vielen Büchern und Geschichten erwähnt. Aber nein, in dem neuen Projekt geht es nicht um Maschinen, weder menschliche, noch tierische.

Die Rezeptur ist einfach, Kriminalfälle in einer barocken Welt, die technisierter ist – wobei die Technisierung die Magie zu verdrängen beginnt. Wer annimmt, dass ich allerdings übermäßig stark auf die Beziehungen eingehe, epische Liebesszenen schreibe und 32 Seiten ( plus) Sexszenen, der liegt falsch. Drei (vier) der Männer sind schwul, das war es aber auch schon. Das Umfeld tickt hetero und die Spannungen, die sich anderweitig durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten auftun, aufgestachelt durch Diebstähle, Morde und Geheimnisse, sollten an gesellschaftlichen Interaktionen schon tragend genug sein. Letztlich geht es ja um den Fall.

Mal schauen, was ihr zu dem Ergebnis sagt 😉 Mehr dazu in nächster Zeit.

Ein neues Projekt


Vor noch nicht sonderlich langer Zeit habe ich für einen der wirklich seriösen Gay-Verlage zwei Konzepte eingereicht. Das eine war mein Gay-Thriller, das andere mein Steamfantasy-Projekt, was ebenfalls in Krimirichtung geht (es zählt zu Night’s End). Für das Steamfantasy-Projekt habe ich die Zusage bekommen 🙂

Was mich dabei extrem freut, dieser Verlag achtet besonders darauf, dass die Veröffentlichungen realistisch bleiben, die Beziehung der Männer also nicht in heillosen ShonenAi/ Yaoi-Kitsch abgleitet. Allein das ist schon ein Garant für gute Zusammenarbeit, denn ich habe indes wirklich Probleme zu romantisieren. Andere Verlage, eine nicht gerade klein zu nennende Lesergruppe unter den Frauen, bevorzugen allerdings den süßlichen, vollkommen unrealistischen Kitsch. Aber damit kann und will ich nicht dienen, schon gar nicht, um das Buch mit ausreichend erotisch glitschigen Szenen zu füllen. Ich möchte, dass die Geschichte eines wird: handlungsgebunden. Es ist schließlich in erster Linie ein Krimi im Steamfantasy-Gerne. Das ist mir wichtiger als Flüssigkeitsaustausch in allen Stellungen des Kamasutra. Ich freue mich unheimlich auf das Projekt.

Gerade bin ich auch immer noch im Gay-Bereich für Bookshouse unterwegs. Das Buch „Der Rebell“ (Schattengrenzen II) ist der Anschluss an „Glasseelen„. Hierbei ist Oliver Hoffmann Protagonist, Camilla (aus dem ersten Buch) Randcharakter. Auch beim Rebellen geht es in erster Linie um die Handlung, bei der man (wie bei Glasseelen) hellwach und dabei sein muss. Es ist ein Horror-Krimi/ Mystery-Thriller. Auch hierbei gibt es wieder einen direkten Anschluss an den Folgeband 😉

Prinzip bei Schattengrenzen: es wird unterschiedliche Protagonisten aus dem gleichen „Universum“ geben, immer. So nutzen sich die Charaktere auch nicht ab. Sie begegnen sich untereinander, sind Freunde, Bekannte, kennen sich vielleicht einfach auch nur. So war es auch für Night’s End angedacht. Mal schauen, ob das funktioniert 🙂