Like a Dream – die neue Anthologie :)


Zu dem 15-jährigen Bestehen von Julianes queerem Rezensionsblog Like a Dream haben sich 15 Autoren inkl. der Bloggerin selbst entschlossen, Kurzgeschichten für die Like a Dream Benefizanthologie zu schreiben.
Bekannte Namen wie Chris P. Rolls, Bianca Nias, Laurent Bach und Jannis Plastargias sind dabei. Hier ein wenig mehr dazu:

Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. (Irisches Sprichwort)

Seit über 15 Jahren beschäftigt sich der Blog „Like a Dream“ mit queeren Romanen, Comics und Filmen. Grund genug, den Geburtstag mit einer besonderen Anthologie zu feiern. 15+ Autor*innen präsentieren fantasievolle, nachdenkliche und sinnliche Geschichten zum Thema Träume, Wünsche und Hoffnungen.

Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.

Mit Beiträgen von: Tanja Meurer, Florian Tietgen, Bianca Nias, Elisa Schwarz, Laurent Bach, Leann Porter, Sabrina Železný, Jobst Mahrenholz, Karo Stein, Thomas Pregel, Alexa Lor, Chris P. Rolls, Anna Maske, Savannah Lichtenwald, Jannis Plastargias und Juliane Seidel.

In dieser Anthologie gibt es eine sehr gute Mischung verschiedenster Genre, alle zum Thema Träume und die wahrscheinlich innovativste und außergewöhnlichste Geschichte, die allen Lesern bislang sofort aufgefallen ist, stammt von Thomas Pregel 🙂
Davon könnt ihr euch gerne selbst überzeugen, wenn ihr das Buch kauft und (vielleicht) an der Leserunde zu Like a Dream teilnehmt.

Hier noch eine kleine Übrsicht über alle Geschichten in Form der Leseproben.

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Ein kleiner Auszug aus meinem „Bruderliebe“ (Like a Dream-Anthologie):

Ich hob den Kopf und sah zu meinem Bruder. Er hatte sich auf die Seite gerollt. Seine Augen standen offen. Schweigend beobachtete er mich. In seinem Blick lag tiefe Trauer. Für einen Moment begriff ich nicht. Meine Gedanken hingen noch zu sehr zwischen den Zeilen fest. Ich streifte Kael ab, um der Wirklichkeit Platz einzuräumen. Das Leid meines Bruders war greifbar. Es fiel mir schwer, diesem leidenschaftlich starken, gelebten und erduldeten Gefühl standzuhalten.

Ab heute: 9mm


Hallo ihr Lieben 🙂

Heute (am 15.12.2015) gehen die ersten beiden Bücher zu unserer Gay-Thriller-Reihe 9mm an den Start. Juliane und ich haben jeweils unsere eigenen Romane, die sich immer wieder überkreuzen und streifen. Die ersten beiden Bücher heißen Schweiß und Blut und Rotten Games.

Schweiß und Blut – Tanja Meurer​
Als Christoph den jungen Punk Jens als Anhalter in seinem Truck mitnimmt, ahnt er bereits, dass er einen Fehler begangen hat. Sein Verdacht bestätigt sich bald: Jens ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch auch Christoph ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Zwischen den beiden gefährlichen Männern entsteht eine explosive Atmosphäre, die droht, sich auf gewalttägige Art zu entladen.

Leseprobe
Amazon

9mm - Schweiß und Blut

9mm – Schweiß und Blut

und

Rotten GamesJuliane Seidel
Aussteiger und Fotograf Jay kommt nach Berlin, um sich die Beelitzer Heilstätten anzusehen. Doch diese dürfen nur im Rahmen von geführten Foto-Touren besucht werden. Seine Chancen stehen schlecht, so kurzfristig einen Termin zu ergattern. Da macht ihm seine Zufallsbekanntschaft Tobias ein überraschendes Angebot: Er kann den Krankenhauskomplex auch ohne Tour besichtigen. Aber Jay ist hin- und hergerissen. Auch wenn Tobias ihm gefällt – er hat eindeutig ein paar Geheimnisse zu viel …

Leseprobe
Amazon

9mm - Rotten Games

9mm – Rotten Games

Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus Schweiß und Blut:

Jens‘ Atem rasselte durch Hals und Lungen, gab ein Echo mit spürbaren Erschütterungen in seiner Brust wieder. Schweiß rann über seine Stirn in die Brauen und tropfte ihm in die Augen, sodass sie brannten. Kalt und nass klebte das blutige Shirt an seiner Brust. Jens‘ Herz raste. Für einen Moment glaubte er zu ersticken. Seine Lungen waren zu eng, nicht in der Lage Sauerstoff aufzunehmen.

Flackerndes Blaulicht zerriss die Nacht. Der kalte Schein reflektierte an schmutzig graubraunen Wänden alter Häuser aus der Vorkriegszeit und zuckte auf den Körpern von Männern und Frauen in Nachthemden, Schlafanzügen und Morgenröcken. Einige wirkten aufgeregt, entsetzt, neugierig, zugleich aber nicht weniger graubraun und unwichtig als ihre Umgebung. Die meisten starrten reglos und dumpf vor sich hin. Unter ihnen stand ein hagerer, gebeugter Mann, dessen Haltung verkrampft und noch lebensfremder wirkte als die der anderen.

War das nicht Marcos Vater?

Ein Schauder rann ihm über den Rücken.

Sinnfrei aneinandergereihte Fragmente der letzten Minuten in Marcos Zimmer kehrten zurück.

Das hübsche, braungebrannte Gesicht, das von einem Moment zum anderen seine Form verlor und nur noch ein Brei aus geplatzter Haut, Knochen, Zähnen, Muskeln und Blut war … Der Knall, dessen Erschütterung er zu spüren geglaubt hatte, laute Stimmen, die die nächtliche Stille zerrissen, das Gellen in seinen Ohren, heißes Metall, an dem er sich die Finger verbrannt hatte – Eindrücke ohne Konsistenz und Reihenfolge.

Wie hatte er es überhaupt aus der Wohnung bis hierher geschafft? Er wusste es nicht mehr.

Jens schloss die Augen. Bewusst langsam atmete er ein und aus. Zittern durchlief ihn, Kälte kroch aus seinen Knochen und vertrieb die Resthitze der Flucht.

Die schützende Dunkelheit seines Verstecks brach auf, als ein Rollladen im Erdgeschoss des Hinterhauses nach oben gezogen wurde und gelbes Licht ein weiteres Rechteck Helligkeit in die Nacht schnitt. Ein aufmerksamer Beobachter konnte ihn jetzt sehen. Er duckte sich. Weitere Lichter flammten auf.

Sein Mund fühlte sich trocken an. Gleichzeitig brannte sein Hals. Die Zunge klebte am Gaumen.

„Was ist denn passiert?“, rief eine Frau.

„Da ist sicher jemand umgebracht worden“, erwiderte eine andere, „haben Sie den Schuss nicht gehört?“

Für einen Moment glaubte Jens zu fühlen wie sein Herz aussetzte.

Umgebracht … Er kniff die Lider zusammen.

Schräg gegenüber wurde die Tür des Hinterhauses aufgestoßen, fahle Helligkeit erreichte ihn. Mehrere Leute strömten auf den Hof. Jens‘ Nerven elektrisierten. Rasch drängte er sich in die lichtgeschützte Ecke der Außenkeller-Treppe und presste sich eng an die Rauputzwand.

Schritte kamen näher, passierten dicht über ihm die Mauer und verklangen in der Entfernung. Er wartete. Niemand entdeckte ihn. Nach einer Weile hob Jens den Kopf und spähte die Treppe hinauf. Ein Paar nackter Beine huschte durch sein Sichtfeld. Rasch zog er den Kopf wieder ein und kauerte sich auf die Stufe der Kellertür.

Warten – verdammt! Wie lang noch?

Jens schluckte hart. Ihm wurde kalt und heiß zugleich. Er zitterte, ungeachtet der Sommerhitze, die Asphalt und Mauern noch ausatmeten.

Weg von hier! Offensichtlich riegelten sie die ganze Gegend ab. Erneut reckte er sich.

In ihm ballte sich die Leere, zog sich zusammen und drängte in seine Kehle. Was war das? Hatte er Angst?

Die Stiefel der Uniformierten hallten auf dem Asphalt nach.

Das Geräusch rann durch seine Adern, kroch die Wirbel hinauf und sammelte sich als eisiger Druck in seiner Schädelbasis. Hier, zwischen den Wohnblöcken, gab es keine Sicherheit.

Neuerscheinungen: 9 mm


Am 15.12.2015 erscheinen die beiden ersten Gay-Krimis zu 9 mm bei Dead Soft. Der erste Band ist „Schweiß und Blut„, der zweite „Rotten Games„. Der erste Band ist von mir und der zweite von meiner Frau und Arbeitspartnerin Juliane Seidel. Die Bücher haben eine Besonderheit; sie spielen nicht nacheinander sondern gleichzeitig, um sich am Ende zu überkreuzen. Es lohnt sich also, beide Bücher zu kaufen. Hier die Inhalte, Cover und Leseproben:

Schweiß und Blut

Als Christoph den jungen Punk Jens als Anhalter in seinem Truck mitnimmt, ahnt er bereits, dass er einen Fehler begangen hat. Sein Verdacht bestätigt sich bald: Jens ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch auch Christoph ist nicht der, der er vorgibt zu sein.

Zwischen den beiden gefährlichen Männern entsteht eine explosive Atmosphäre, die droht, sich auf gewalttägige Art zu entladen.

9mm - Schweiß und Blut

9mm – Schweiß und Blut

Leseprobe

Printbuch: 10,95 €
E-Book: 3,99 €

Rotten Games

Aussteiger und Fotograf Jay kommt nach Berlin, um sich die Beelitzer Heilstätten anzusehen. Doch diese dürfen nur im Rahmen von geführten Foto-Touren besucht werden. Seine Chancen stehen schlecht, so kurzfristig einen Termin zu ergattern. Da macht ihm seine Zufallsbekanntschaft Tobias ein überraschendes Angebot: Er kann den Krankenhauskomplex auch ohne Tour besichtigen. Aber Jay ist hin- und hergerissen. Auch wenn Tobias ihm gefällt – er hat eindeutig ein paar Geheimnisse zu viel …

9mm - Rotten Games

9mm – Rotten Games

Leseprobe

Printbuch: 10,95 €
E-Book: 3,99 €

Zusammen finden: Benefiz-Anthologie (Gay)


Hallo zusammen,

dieses Mal werbe ich nicht nur für mich, sodern für all die guten Seelen, die Jana Walther für die Benefitz-Anthologie „Zusammen finden“ mobilisiert hat.
„Fünfzehn AutorInnen haben sich zusammengefunden, um dreizehn spannende, nachdenkliche oder sinnliche Geschichten zu präsentieren. Der Erlös des Bandes geht komplett an eine junge Autorin, die auf Grund schwerer Krankheit Unterstützung benötigt. Die Spende soll ihr ermöglichen, an Veranstaltungen teilzunehmen und ein Stück Mobiliät zurückzuerlangen.“ (Ausschnitt des Klappentextes, von Jana Walther)
Hinter diesem Gedanken stehe ich ebenfalls. Allerdings bin ich der Meinung, dass ihr euch das alles selbst ansehen und lesen solltet 🙂

Hier eine kurze Zusammenfassung (Klappentext von Jana Walther):
Dylan und Thor sind auf der Flucht – voreinander? Noah kann sich nicht von Oliver fernhalten, obwohl der Wolf in ihm es müsste; Heinrich will nicht von Konrad lassen; Paolo findet jemanden wieder, an den er fast nicht mehr gedacht hat; Nazar kann nicht zu den Magielinien finden – liegt der Schlüssel dazu in Kiama? Nils schafft es nicht, sich seinem besten Freund zu offenbaren und ein Mann ist eifersüchtig auf eine Statue seines Freundes – werden sie zusammenfinden?

Hier ein kleiner Ausschnitt aus meinem Beitarg „Hunger“ zu der Benefitz-Anthologie „Zusammen finden“:
Auf dem Flur vor ihrer Tür blieb er stehen. Etwas kribbelte in seinem Nacken. Das unangenehme Ziehen kannte er. Zumeist fühlte es so an, wenn ihn jemand anstarrte. Hinter ihm knackte der Schlüssel im Schloss. Das Fräulein hatte abgeschlossen. All seine Freunde, ausgenommen Konrad, der auf ihn wartete, gingen die Treppe hinunter. Ein kalter Hauch streifte Heinrichs Wange. Der Geruch nach ungewaschenem Mann umfing ihn. Hinter sich fühlte er einen warmen Körper, der ihn nicht berührte. Gänsehaut bildete sich auf seinen Armen. Sein Herzschlag beschleunigte sich und pumpte Hitze durch seine Adern. Hinter ihm stand jemand! Er fuhr herum …

Wer mehr von Konrad erfahren will und die Kurzgeschichten von Chris P. Rolls, Raik Thorstad, Juliane Seidel, Jana Walther, Moritz Berg, Swantje Berndt, Justin C. Skylark, Bianca Nias, Susann Julieva, Jobst Mahrenholz , Schaennieh Dunkelstrauch, Rosha Reads, Karo Stein und Karolina Peli lesen will, kann das gern hierüber tun.

Zusammen finden: Benefitz-Anthologie

Zusammen finden: Benefitz-Anthologie

9 mm


Ein Tramper, dessen Hemd Blutdurchtränkt ist und ein Trucker, der eine Pistole trägt …
Das aufeinandertreffen von Jens und Christoph verheißt nichts Gutes.

9 mm (ehemals unter Gay-Thriller deklariert) gewinnt nun langsam an Struktur.
Einigen von euch dürfte Verborgener Feind bereits bis zu einem gewissen Grad bekannt sein. Nun gibt es dazu einen zweifachen Auftakt in Novellenlänge.
Im Rahmen der YAMETE – Yaoi Anthologie, die von der Illustratorin, Autorin und Comic-Zeichnerin Miriam Kaniß herausgegeben wird, haben meine Freundin und Partnerin Juliane Seidel und ich jeweils eine Novelle geschrieben, die auf den Beginn vom Verborgener Feind hinaus läuft. Beim Überlegen und Planen haben wir uns anschließend dazu entschlossen, eine gemeinsame Reihe anzufangen, die sich immer wieder kreuzen soll; also eine Sammlung schwuler Thriller, die alle im gleichen „Kontinuum“ spielen sollen.
In Julianes Novelle Rotten Game wird aus der Sicht des Mulatten Jay erzählt, der im verborgenen Feind Christophs Gegenstück ist.
In ihrer Geschichte ist (außer dem charmanten Jay) die Location besonders reizvoll – die berühmten Beelitzer Heilstätten.
Bei mir … was soll ich sagen? Lest einfach selbst in das erste Kapitel.

Jens‘ Atem floss rasselnd durch Hals und Lungen, gab ein Echo mit spürbaren Erschütterungen aus seiner Brust wieder. Seine Kleidung klebte an ihm. Schweiß rann über seine Stirn in seine Brauen, tropfte in seine Augen, sodass sie brannten und rann über Nase und Wangen.

Sein Herz raste, als wolle es seine Brust sprengen und seine Haut prickelte. Seine Lungen waren zu eng, nicht in der Lage Sauerstoff aufzunehmen.

Die umfassende Dunkelheit seines Verstecks brach, als ein Rollladen im Erdgeschoss des Hinterhauses nach oben gezogen wurde und Licht ein weiteres Rechteck Helligkeit in die Nacht schnitt.

Nah, viel zu nah!

Alles an ihm elektrisierte. Er zitterte, fror und schwitzte, vollkommen ungeachtet der Sommerhitze, die Asphalt und Mauern ausatmeten.

Eng presste er sich an die Rauputzwand und duckte sich in den Schatten des Kelleraufgangs.

Noch immer kamen Leute aus den umliegenden Gebäuden gelaufen, weil sie von dieser Seite aus ihren Fenstern zu wenig sehen konnten.

Diese Aasgeier …

Schritte verklangen. Er wartete.

Nichts.

Nach einer Weile hob Jens den Kopf und spähte die Treppe hinauf. Ein Paar nackter Beine huschte durch sein Sichtfeld. Rasch zog er den Kopf wieder ein und kauerte sich auf die Stufe der Kellertür.

Warten – verdammt! Wie lang noch?

Wahrscheinlich riegelten sie die ganze Gegend ab. Er musste hier fort! Erneut reckte er sich. Stumm flackerndes Blaulicht zerriss die Nacht. Der kalte Schein reflektierte an schmutzig graubraunen Wänden alter Häuser aus der Vorkriegszeit und flackerte auf den Körpern von Männern und Frauen in Nachthemden, Schlafanzügen und Morgenröcken. Einige wirkten aufgeregt, entsetzt, neugierig, zugleich aber nicht weniger graubraun und unwichtig als ihre Umgebung. Die meisten starrten reglos und dumpf vor sich hin. Unter ihnen stand ein hagerer, gebeugter Mann, dessen Haltung verkrampft und noch lebensfremder wirkte als die der anderen.

War das nicht Marcos Vater? Vielleicht.

Ein Schauder rann ihm über den Rücken. Mit ihm kamen sinnfrei aneinandergereihte Fragmente der letzten Minuten zurück.

Das hübsche, braungebrannte Gesicht, was von einem Moment zum anderen seine Form verlor und nur noch ein Brei aus Muskeln, geplatzter Haut und Blut war … Der Knall, dessen Erschütterung er zu spüren geglaubt hatte, Stimmen, laute die die nächtliche Stille zerrissen, das Gellen in seinen Ohren, heißes Metall, an dem er seine Finger verbrannt hatte – Eindrücke ohne Konsistenz und Reihenfolge.

Wie hatte er es überhaupt aus der Wohnung bis hierher geschafft? Jens wusste es nicht mehr.

Jens schloss die Augen. Bewusst langsam atmete er ein und aus. Ein Zittern lief durch ihn. Kälte kroch aus seinen Knochen und vertrieb die Rest-Hitze der Flucht. Plötzlich kühlte der Schweiß, ließ ihn frieren. In ihm ballte sich die Leere, zog sich zusammen und drängte in seine Kehle. Luft holen konnte er kaum noch.

Was war das? Hatte er Angst?

Die Stiefel der Uniformierten hallten auf dem Asphalt nach.

Das Geräusch rann durch seine Adern, kroch seine Wirbel herauf und sammelte sich als eisiger Druck in seiner Schädelbasis. Hier, in der Dunkelheit zwischen den Wohnblöcken gab es keine Sicherheit. Er musste weg aber mit dem klebrig nassen Blutfleck auf seinem T-Shirt fiel er auf. Rasch zog er die Bänder seines Rucksacks auf und holte sein Kapuzenshirt heraus. Seine Finger berührten das Metall der Pistole. Vor einem Moment war sie noch warm gewesen. Die Kälte, die jetzt davon ausging verbrannte ihn fast. Er zog die Hand zurück. Warum hatte er sie mitgenommen?

Er hätte sie nie berühren sollen. Nun waren seine Fingerabdrücke darauf. Scheiß-Waffe … Weg damit, vielleicht in die Isar!

Halt, nein, was wenn er sie brauchte? Er war der perfekte Verdächtige, der potentielle Mörder.

Jens schüttelte den Gedanken ab. Das war nicht die Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Er streifte sein Shirt über.

Langsam hob er den Rucksack wieder auf seinen Rücken und machte sich bereit.

Jens schob sich Stufe um Stufe hinauf. Wenn er rannte, bemerkte man ihn. Nein, er musste langsam gehen, ruhig bleiben, vielleicht kurz zusehen.

Hoffentlich erkannte ihn niemand. Hoffentlich …

Und hier ein bisschen Werbung dazu:
Der Thriller „9 mm – Schweiß und Blut“ erwartet euch in der Anthologie.
Die Bad Boys werden euch auf 300 Seiten einheizen – 6 Mangastorys, 2 Geschichten und 3 Illustrationen aus dem Genre: Thriller.

Der Band erscheint zur LBM 2015 und wird die Beiträge von 14 Zeichnern und Autoren beinhalten beinhalten:
wishmistress, Kyolover, BloodyVogelchen, Koriko (Julliane Seidel), beJ,  SeductionParade, Leviathen, Tesla (Miriam Kaniß), YakuzaPanda, Tamura666, Eisblume, LuluBunny, MKArtworks und mir.

Vorbestellen könnt ihr bei Miriam. Der Band wird 12€ (zzgl. 2,20 € Versand) kosten und kann verschickt oder auf allen Cons gekauft werden, die Miriam besucht.

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Darüber hinaus erschheint 9 mm – Rotten Games wie auch 9 mm – Schweiß und Blut bald in vollständiger Form als eBook und Printbuch.
Mehr darüber in Kürze 😉

Zwielicht – die Neuauflage?


Derzeit arbeite ich an „Zwielicht“, einem etwas kürzeren Roman (der ursprünglich auch zu Darkside – heute Schattengrenzen) gehörte, nun aber ausgekoppelt wird.  Zwielicht ist ein ziemlich düsterer Gay-Krimi. In der Originalfassung scheint er – trotz bescheidenen Stils – immer noch gut einzuschlagen. Er ist aus irgendeinem Grund ziemlich beliebt. Nun arbeite ich die Geschichte auf meinen aktuellen, weniger dezentralisierten Stil um, in der Hoffnung, dass er vielleicht von Bookshouse genommen wird. Mit dem Buch ist es aber nicht nennenswert anders als mit allen anderen Büchern, die mir zur Überarbeitung in die Finger geraten – sie werden anders. Das Ganze kann man auch als exzessive Löschorgie betrachten. Vielleicht ist Marc im Anschluss glaubwürdiger und einfach auch realistischer. Im Original ist er ein überdrehter Kotzbrocken mit einem Ego, was nur aus seinem angeknacksten Selbstbewusstsein so rigoros hervortritt.

Ich habe vor Kapitelweise zu springen, soll heißen, die Perspektiven verschieben sich zwischen Marc, Friedrich, Marius und Gabriel. Könnte interessant werden, weil jeder der vier Männer eine sehr eigene und leicht exzentrische Art besitzt.

Wer in die alte Story lesen will (bevor ich etwas Neues daraus stricke – dieses Mal ohne Horror und mit mehr Erotik), findet sie auf Fanfiction.de und Animexx.

Glaubt mir, allein die ersten 11 Seiten ähneln dem Original schon nicht mehr 😉

Ahh, das Bild war mal Teil der Geschichte 😉

Illustration zu "Zwielicht"

Illustration zu „Zwielicht“