Die blaue Phiole

Karte Äos

Seit dem letzten Wochenende ist mein schwuler Steam-Fantasy-Krimi „Die blaue Phiole“ beim Incubus-Verlag und wartet auf sein Lektorat.
Es wird in dem Buchprojekt noch einige kleine Änderungen geben, wie es aussieht. Wegen des Umfangs wird der Roman in jedem Fall geteilt und – wie es aussieht – geht er auch weiter. Die Phiole als solches hat 1.392 Seiten. Mehr will ich aber erst mal nicht verraten.
Allerdings hat die Arbeit daran sehr großen Spaß gemacht; nicht nur weil mir die Charaktere alle ans Herz gewachsen sind. Das passiert mir bei jedem Buch. Protagonisten, Antagonisten, Nebencharaktere – vollkommen gleich, ich mag sie irgendwie alle, jede/ jeden auf ihre/ seine Art.
Die Recherche war interessant, das neue Kennenlernen einzelner Stadtviertel von Valvermont, das Leben mit Zeitungen, Soldaten, die auch Kriminologen sein müssen, Mechanikern, Dampf-Tieren, Magie, Realismus und fremden Rassen. Die Stadt war schon immer ausufernd und komplex. nun hat sie noch mehr Leben bekommen und ich habe mir überlegt (da etliche Straßen und Plätze Namen bekommen haben, auch noch eine Stadtkarte anzufertigen. Die Weltkarte von Äos muss ich definitiv auch noch mal anfassen (und neu zeichnen). Das Glossar ist ebenfalls umfangreich geworden und (auch wenn mein Französisch zu Schulzeiten grottig war) die Stadt Valvermont hat wieder viele französische Ansätze. Aber mehr dazu in den nächsten Postings 🙂

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Steampunk und Steamfantasy


Hallo zusammen,

nachdem ich mich wirklich rar gemacht habe, melde ich mich nun mit ein paar einzelnen Info zu meinen nächsten Büchern.

Die Steampunk-Novelle „Raunacht“ ist aus dem Lektorat  zurückgekommen und ich ackere mich gerade durch die erste Geschichte um Madame Zaida und Anabelle Talleyrand. Sie wird in jedem Fall dieses Jahr noch bei dem Weltenschmiede-Verlag erscheinen. Momentan freue ich mich unheimlich darauf, besonders weil ich nun auch noch mal die Chance habe das ganze Buch erheblich lebendiger zu gestalten.

„Raunacht“ ist das erste von mehreren Steampunk-Krimis mit  stark unheimlichem Einschlag. Die Abenteuer um Anabelle, Zaida und Co. spielen alle im London der 1870er.  Die Besonderheit dabei ist, dass Anabelle eine Maschine ist, Zaida eine Angolanerin und die beiden Damen mehr verbindet als reine Freundschaft.

Anabelle Talleyrand

Anabelle Talleyrand

Madame Zaida

Madame Zaida

Die Nacht der Schwäne

Anabelle und Zaida

 

 

 

 

Wann genau die erste Novelle erscheint, steht noch nicht fest, nur dass es als eBook im lauf diesen Jahres sein wird. Freut euch also auf zwei ungewöhnliche Detektivinen.

Nun zu „Die blaue Phiole“. Der Steamfantasy ist seit dem 01.07.2014 als Rohversion vollendet und damit endlich in einem Zustand der Überarbeitbarkeit angekommen. Derzeit bin ich auch hier schon wieder stark am verändern und zurechtbiegen.

Das Buch hatte nach Fertigstellung der Rohversion 1.061 Seiten. Einiges habe ich bereits verändert, gestrichen oder erweitert. Mal schauen, wie weit ich bin, wenn ich das Buch ins Lektorat geben kann und wie viel Arbeit dann auf mich zukommen wird.

Der Roman soll Anfang 2015 beim Incubus-Verlag erscheinen. Natürlich ist es schwule Fantasy, wobei die Handlung im Vordergrund steht. Derzeit habe ich nur eine erotische Szene im Manuskript. Mal schauen, ob das so bleibt. In jedem Fall ist das Setting etwas anders, ungewöhnlicher. Dampftechnologie auf dem zeitlichen Stand des ausgehenden Barock und das in einem französischsprachig angesiedelten Setting mit diversen Fantasy-Völkern. Mal schauen was ihr dazu sagt 😉

Das Spiel

Das Spiel

 

 

Wer sich übermäßig viel rosa verzuckerter Romantik wünscht, sollte allerdings besser zu anderen Autoren greifen 🙂 Bei mir geht es teils sehr hart zur Sache auch wenn die Bilder anderes aussagen 😉

Wärme

Also könnt ihr euch mal wieder auf ein paar sehr eigenwillige Charaktere freuen die ich traditionell in ziemliche Bedrängnis bringe 🙂

Vielleicht gibt es irgendwann auch ein paar positive Neuigkeiten zu „Night’s End“, die Fantasy-Reihe (homoerotische High Fantasy) die auf der gleichen Welt spielt, auf der auch „Die blaue Phiole“ angesiedelt ist (nur 250 Jahre zuvor). Vielleicht findet diese Reihe auch endlich ein Zuhause 🙂 Warten wir es mal ab.

Ein neuer Vertrag, ein neuer Verlag


Gestern habe ich endlich den neuen Buchvertrag bei einem anderen Verlag unterschrieben, dieses Mal nicht für Bücher, die in der Gegenwart spielen, sondern für  – haltet euch gut fest – Steamfantasy/ Krimi, und das auf homoerotischer Basis.

Steamfantasy, genau wie Steampunk, ist ein Genre mit weitaus mehr Potential als den üblichen kleinen technischen Gadgets, die gern auftauchen, beispielsweise die mutigen (überhaupt nicht wohlerzogenen) viktorianischen Mädchen, mutige Helden aus der Unterschicht, übertechnisierte Evil Overlords, etc. Das Genre in seiner Gesamtheit hat mich schon immer zutiefst fasziniert, was auch an meiner Liebe zu der Zeit und der allgemeinen Technik liegt. Bei Steamfatasy muss man schon mehr improvisieren und viele neue Wege stehen offen.  Ich kann also mein Night’s End als Grundlage nehmen und darauf ein paar (nicht viel) Jahrhunderte aufbauen … Damit wären wir adäquat dem 17. Jhd., in der Technisierung noch vor Jaques de Vaucanson mit seiner mechanischen Ente: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_de_Vaucanson

Man merkt wahrscheinlich, dass ich seine „Roboter“ liebe. Er wird bei vielen Büchern und Geschichten erwähnt. Aber nein, in dem neuen Projekt geht es nicht um Maschinen, weder menschliche, noch tierische.

Die Rezeptur ist einfach, Kriminalfälle in einer barocken Welt, die technisierter ist – wobei die Technisierung die Magie zu verdrängen beginnt. Wer annimmt, dass ich allerdings übermäßig stark auf die Beziehungen eingehe, epische Liebesszenen schreibe und 32 Seiten ( plus) Sexszenen, der liegt falsch. Drei (vier) der Männer sind schwul, das war es aber auch schon. Das Umfeld tickt hetero und die Spannungen, die sich anderweitig durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten auftun, aufgestachelt durch Diebstähle, Morde und Geheimnisse, sollten an gesellschaftlichen Interaktionen schon tragend genug sein. Letztlich geht es ja um den Fall.

Mal schauen, was ihr zu dem Ergebnis sagt 😉 Mehr dazu in nächster Zeit.

Steampunk – um 1870


Hierunter fassen sich die mysteriösen Detektivgeschichten um die angolanische Magierin Madame Zaida und die Wissenschaftlerin Annabelle Talleyrand zusammen. Außergewöhnlich an den Geschichten sind Hintergrund, Zeit und Aufträge.
Anabelle ist eine französische Professorin, die zu Lebzeiten zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Schwager an mechanischen Menschen und dem Seelenübertrag via Magie forschte. Nachdem sie ermordet wird, erwacht ihre Seele in einem ihr fremden (idealisierten) Körper, der 120 kg wiegt und aus Kupfer, Stahl, Hydraulikschläuchen, Glas und Kettenwerken besteht. Sie ist zu einer wandelnden Waffe geworden, hinter der offenbar ganz Europa her ist, um sie zu demontieren. Zaida hingegen ist eine mehr als 300 Jahre alte Seele, die sich an einen Kixi (einen angolanischen Menschenfresser) verloren hat. Unsterblich und von überlegener Überheblichkeit, arbeitet sie zusammen mit ihrer neuen Partnerin für Victoria von England. Der Londoner Inspektor Hailey von Scottland Yard zieht beide Frauen regelmäßig zu seinen Ermittlungen hinzu. Im Gegensatz zu einem Doyle-Lestrate ist Hailey allerdings bestens in der Lage selbst zu denken und seine Schlüsse logisch aufzuschlüsseln. Allerdings lässt er den beiden Damen liebend gern den Vortritt, sobald sich sein Fall als zu mysteriös heraus stellt.

Die anderen Steampunk-Handlungsstränge ranken sich um den Dämon Konstantin, der in ein Intrigengeflecht des preussischen Kaiserhauses gerät. Sein Auftrag: Bismark , den eisernen Kanzler, zu töten. Es gelingt ihm, sich seines penetranten Auftraggebers zu entledigen, aber das Geflecht der Lügen reicht bis in die höchsten Kreise der Monarchie. Unterstützung findet er ausschließlich bei einem findigen jungen Mann ….